Fußgängerzone: 477 500 Euro vom Land
Erhoffte Förderung fließt

Lengerich -

Um die Neugestaltung der Fußgängerzone zu realisieren, braucht die Stadt finanzielle Hilfe vom Land. Einen ersten Förderbescheid hat Landrat Dr. Klaus Effing am Dienstag Bürgermeister Wilhelm Möhrke übergeben.

Donnerstag, 22.08.2019, 05:47 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 06:02 Uhr
Der Siegerentwurf des Berliner Büros Franz Reschke Landschaftsarchitektur ist Grundlage für die Neugestaltung der Fußgängerzone. Die Stadt hofft auf Fördermittel in Millionen-Höhe durch das Land.
Der Siegerentwurf des Berliner Büros Franz Reschke Landschaftsarchitektur ist Grundlage für die Neugestaltung der Fußgängerzone. Die Stadt hofft auf Fördermittel in Millionen-Höhe durch das Land.

Die geplante Neugestaltung der Lengericher Fußgängerzone rückt ein Stück näher. Am Dienstag hat Landrat Dr. Klaus Effing einen Bescheid über 477 500 Euro an Bürgermeister Wilhelm Möhrke übergeben. Das Geld kommt aus dem Topf des Landes für Städtebaufördermittel.

Seitens der Stadt war ein entsprechender Antrag im Oktober 2018 auf den Weg gebracht worden. Ein weitere und dann noch größere Summe, so der Wunsch und die Hoffnung der Verantwortlichen in Lengerich, soll 2020 folgen. Der Antrag dafür muss bis Ende September auf den Weg gebracht werden.

Der jetzt zugesagte Betrag wird nach Angaben von Lengerichs Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne zu einem erheblichen Teil für Dinge ausgegeben, die bereits auf den Weg gebracht worden sind. Das wären vor allem die Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und der sogenannte Freiraumplanerischen Wettbewerb, aus dem das Berliner Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur als Sieger hervorging. Zudem ist vorgesehen, Geld für den Aufbau eines Citymanagements bereitzustellen, dessen Aufgabe es unter anderem sein soll, als Koordinierungsstelle und Ansprechpartner bei der Umsetzung von Projekten des Stadtentwicklungskonzepts zur Verfügung zu stehen. 50 Prozent der Investitionen für diese Maßnahmen werden nun vom Land gefördert.

Aktuell, so Kohne, werde in Abstimmung mit dem Berliner Landschaftsarchitektur und der Bezirksregierung Münster am zweiten Förderantrag gearbeitet. Elementar dafür sei, belastbare Zahlen für die Neugestaltung der Fußgängerzone zu liefern. Der Wirtschaftsförderer rechnet mit einem Investitionsvolumen von drei bis 3,5 Millionen Euro, von dem wiederum 50 Prozent durch die Hilfe des Landes gedeckt werden sollen.

Da nun bereits die Vorarbeiten sprich das Konzept und der Wettbewerb gefördert wurden, rechnet sich die Stadt gute Chancen aus, 2020 auch die zweite Finanzspritze zu bekommen. Ohne diese Unterstützung, betont Kohne, sei das Großvorhaben nicht zu stemmen. Geht alles glatt, könnte das Geld im Frühjahr kommenden Jahres fließen und als nächstes laut Kohne auch „zeitnah“ der Startschuss für die Bauarbeiten erfolgen. In einem ersten Schritt soll dann der Abschnitt Wapakonetaplatz/Bahnhofstraße in Angriff genommen werden.

Vorgesehen ist zudem eine Beteiligung der Bürgerschaft. Die erfolge jedoch erst im Herbst, also wenn der Antrag ans Land bereits gestellt ist, stellt Kohne klar. Bei Anregungen und Ideen, die im Zuge dieser Beteiligung zur Sprache kommen, kann es somit nur um Detailfragen gehen, nicht jedoch um Grundsätzliches, da das im Förderantrag hätte Berücksichtigung finden müssen.

Der Wirtschaftsförderer zeigt sich zuversichtlich, dass all das nun wie geplant angegangen werden kann. Seinen Optimismus begründet er zu einem erheblichen Teil mit der Arbeit der Stadtrates. Dass der die notwendigen Mittel seitens der Stadt zur Verfügung gestellt habe, sei ein wichtiges Signal für die Entscheider in Düsseldorf.

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