„Rock am Rathaus“: Bilanz 2019
Zum Abschluss wieder ein Rekord

Lengerich -

Die „Rock am Rathaus“-Saison 2019 ist zu Ende. Die Bilanz bei den Verantwortlichen von der Lengericher „Offensive“ fällt äußerst positiv aus. Das hat einige Gründe.

Freitag, 23.08.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 23.08.2019, 18:50 Uhr
Auch zu später Stunde war der Rathausplatz am Donnerstag noch picke-packe-voll.
Auch zu später Stunde war der Rathausplatz am Donnerstag noch picke-packe-voll. Foto: Jendrik Peters

Wenn alles gelaufen ist, muss Manfred Beckmann erst einmal runterkommen. Das war in den vergangenen Wochen so, das war auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag so. Allerdings dauerte es da noch etwas länger als sonst. „Es war einfach super“, sagt der Ruheständler zur Begründung. Er spricht von der letzten „Rock am Rathaus“-Ausgabe 2019. Beckmann war wie immer dabei. Er gehört zum Helferkreis der „Offensive“ und ist praktisch Teil des Inventars der Veranstaltungsreihe.

Die Freude ist bei ihm und den anderen Machern auch so groß, weil zum Abschluss wohl ein neuer Besucherrekord aufgestellt worden ist. Bislang, so die Schätzung, dürfte die Bestmarke bei rund 1100 Gästen gelegen haben. Das sei am Donnerstag getoppt worden, lautet das einhellige Fazit der „Offensive“-Verantwortlichen am Tag danach. Im Rückblick auf die gesamte Saison spricht die Vorsitzende Henrike Klein-Petzold von „acht genialen Abenden“. Max Mews und Jendrik Peters, die ebenfalls zur Mannschaft der Organisatoren gehören, stellen fest, dass der Verein und alle anderen Beteiligten „zurecht stolz“ sein könnten auf das Geleistete und auf die Resonanz, die man bekomme.

Glücklich sind die Verantwortlichen indes nicht nur darüber, dass die Lengericher und Besucher von auswärts an den Donnerstagen im Juli und August in Massen zum Rathausplatz gekommen sind. Auch das friedlich-freundliche Miteinander wird gelobt. An keinem Abend hat es ihren Angaben zufolge größeren Ärger oder gar einen Polizeieinsatz gegeben. Besondere Vorsichtsmaßnahmen wurden demnach lediglich am 25. Juli getroffen. Da waren Helfer des DRK vor Ort. Es war der Tag, an dem in Deutschland Rekordtemperaturen gemessen wurden und das Thermometer auch in Lengerich die 40-Grad-Marke erreichte. Grund genug für die „Offensive“, beim Roten Kreuz vorsorglich um Unterstützung zu bitten.

Max Mews, von Beruf Stadtsparkassenvorstand, ist beim Blick auf die Finanzen ebenfalls positiv gestimmt. Gestemmt werden die Ausgaben für die Konzertreihe durch Sponsoren und Spenden, die an jedem „Rock am Rathaus“-Abend gesammelt werden. Das habe so gut funktioniert, dass alle Kosten gedeckt worden seien.

Manfred Beckmann trägt dazu noch eine kleine Anekdote bei: Als er zusammen mit einem weiteren Ehrenamtlichen am späten Donnerstagabend das gespendete Geld zur Sparkasse habe bringen wollen, seien ihnen Besucher gefolgt und hätten sie mit dem Hinweis „Halt, wir wollen auch noch etwas geben“ gestoppt. Für den Lengericher ist auch das ein Zeichen für die Wertschätzung, die „Rock am Rathaus“ inzwischen genieße.

Allerdings, das machen die „Offensive“-Aktiven klar, sei mit dem erreichten Besucher-Niveau die Grenze des Machbaren erreicht. Verein und Römer, sagen sie, hätten an jedem Konzertabend insgesamt rund 40 Helfer im Einsatz. Mehr gehe kaum. Der Rekord-Donnerstag habe jedoch gezeigt, dass es die allermeisten Gäste bei einem derart großen Andrang tolerieren, wenn es dann beim Getränkeausschank einmal etwas länger dauert.

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