Dramatische Personalnot
Tafel braucht dringend Helfer

Lengerich -

Lengerichs Tafel ist auf den Einsatz ehrenamtlicher Helfer angewiesen. Fehlt es an denen, kann die Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige nicht funktionieren. Nun droht die personelle Not.

Samstag, 24.08.2019, 13:41 Uhr aktualisiert: 24.08.2019, 13:50 Uhr
Auch bei der Lebensmittelausgabe der Tafel mangelt es inzwischen an Helfern.
Auch bei der Lebensmittelausgabe der Tafel mangelt es inzwischen an Helfern. Foto: Dietlind Ellerich

Es ist eine Art Notruf, den Renate Volkwein absetzt. Der Lengericher Tafel stehe das Wasser personell gesehen bis zum Hals, sagt sie. Deshalb hofft die Vorsitzende des Vereins kurzfristig auf Verstärkung für das Helferteam.

Besonders dringend wird ein Mann für den Fahrdienst gesucht. Denn der Ehrenamtliche, der diesen Job momentan ausübe, stehe ab Anfang September nicht mehr zur Verfügung, so Renate Volkwein. Das ist deswegen so dramatisch, weil somit das Einsammeln der vielen Lebensmittelspenden gefährdet ist.

Die Mitbegründerin der Tafel erklärt, dass es zwar einen jungen Beifahrer gebe, der mit auf Tour gehe. Aber der habe keinen Führerschein. Also braucht sie jemanden mit Fahrerlaubnis, der zumindest montagvormittags regelmäßig Zeit hat und auch in der Lage ist, Gemüsekisten und andere Waren zu heben und zu tragen. Im Idealfall kann der Neuling auch noch an einem zweiten Tag in der Woche hinterm Steuer sitzen.

Eng war es in den Ferienwochen zuletzt aber auch beim Sortieren und bei der Ausgabe der Ware. „Acht Helfer sollten es da schon sein“, sagt Renate Volkwein. Ab und an seien es nur fünf gewesen. „Da sind wir an unsere Grenzen gekommen“, gesteht sie offen ein.

Insgesamt verfügte die Tafel bis vor Kurzem noch über ein Team von 35 Ehrenamtlichen. Alters- und krankheitsbedingt sowie wegen eines Umzugs seien es mittlerweile sechs weniger. Darunter ist nach Angaben der Vorsitzenden eine Frau, die über 90 Jahre alt ist, und mehrere Personen, die jenseits der 80 sind. „Der Rest gehört zu den 60ern und 70ern.“ Verjüngung täte demnach sicher auch gut – gehört zur Arbeit bei der Tafel doch auch recht langes Stehen, wenn die Lebensmittel in den Räumen eingeräumt und später an die Kundschaft verteilt werden.

„Ein bisschen rüstig“, sagt Renate Volkwein, sollte demzufolge schon sein, wer mit anpacken möchte. Auch ein Schuss Gelassenheit und eine Portion Durchsetzungsvermögen wären von Vorteil, so die Vorsitzende. Die betont gleichzeitig aber auch, dass die allermeisten Tafel-Kunden „sehr nett, dankbar und höflich“ seien.

Zum Thema

Wer sich bei der Lengericher Tafel engagieren möchte, kann sich unter ' 0 54 81/38 254 an Renate Volkwein wenden.

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