Dritter Nachtflohmarkt: Gewitter bereitet Treiben ein jähes Ende
Flanieren bis es blitzt und donnert

Lengerich -

Beim dritten Nachtflohmarkt auf dem Rathausplatz, veranstaltet vom Bündnis für Familie, musste die Flaniermeile für Schnäppchenjäger kurzerhand in Richtung Volksbank und Bahnhofstraße verlängert werden. Angesichts der stattlichen Zahl von knapp 70 privaten Standbetreibern, die sich mit ihren Sachen jeweils auf drei Meter Länge breit machen durften, bleib den Veranstaltern nichts andres übrig.

Sonntag, 01.09.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 17:41 Uhr
Als gegen 21 Uhr der Markt richtig Fahrt aufnahm, zogen Koordinator Markus Trott und sein Team aus freiwilligen Helfern (kleines Bild), darunter Heike Denter, Susanne Raecke und Kerstin Glindmeyer, eine erste positive Zwischenbilanz.
Als gegen 21 Uhr der Markt richtig Fahrt aufnahm, zogen Koordinator Markus Trott und sein Team aus freiwilligen Helfern (kleines Bild), darunter Heike Denter, Susanne Raecke und Kerstin Glindmeyer, eine erste positive Zwischenbilanz. Foto: Gernot Gierschner

Während im Vorjahr noch das Prinzip galt, wer zuerst aufbaut, bekommt den besten Platz, wurde in diesem Jahr bei der Anmeldung ein fester Standplatz zugeteilt. Diese Tatsache hatte offensichtlich nicht jeder Anbieter mitbekommen. So wurde hier und da Unmut über die Vergabe laut: „Wir sind schon um 15 Uhr angereist, 110 Kilometer, und bekamen dann einen Platz ganz am Ende der Bahnhofstraße zugeteilt,“ monierte ein älteres Ehepaar.

Koordinator Markus Trott hingegen bewertete die Neuerung positiv: „Anfahrt und Aufbau verliefen völlig stressfrei und transparent. Die Leute waren sehr zufrieden mit der Verteilung und den festgelegten Stellplätzen. Wir möchten ja vor allem, das dies ein Flohmarkt von Lengerichern für Lengerich bleibt. Deshalb sind gewerbliche Händler auch nicht zugelassen.“

Wie oft auf Flohmärkten wurden viele Geschäfte schon während der Aufbauphase getätigt. „Dann gibt es noch interessante Sachen und Schnäppchen bei Leuten, die keine Ahnung haben, was sie da verkaufen“, erläuterte ein Experte auf diesem Gebiet. Angeboten wurden vor allem Spielwaren aller Art, dazu Kinderbekleidung und der Trödel, den man beim Aufräumen auf dem Dachboden oder im Keller findet. Erwähnenswert dabei die Verkaufsaktion von Eis-Casal. Dort wurden Schuhe zu Gunsten des Projekts „Kleine Engel.de“ verkauft.

Gegen 21 Uhr zogen Koordinator Markus Trott und sein Team aus freiwilligen Helfern, darunter Heike Denter , Susanne Raecke und Kerstin Glindmeyer eine erste positive Zwischenbilanz. „Wir hatten insgesamt etwas weniger Besucher, aber mit 67 Ständen einen neuen Rekord an Anbietern“, so Markus Trott. Ohne Sponsoren könne man eine solche Veranstaltung aber nicht stemmen, ergänzte Heike Denter.

Das musikalische Rahmenprogramm bestritt der Münsteraner Gitarrist und Sänger Phil Seeboth. Der Mann mit der markanten Stimme ist in Lengerich kein Unbekannter. Er zeigte auch am Samstagabend wieder, wie authentischer Blues-Rock klingen kann.

Der Getränkewagen des Römers, der für die „Rock am Rathaus“-Konzertabende auf dem Platz steht, war auch während des Nachtflohmarkts geöffnet. Die Belegschaft freute sich darüber, den Abend „stressfrei“ zu verbringen, war die Nachfrage nach Getränken doch überschaubar.

Mit den ersten Regentropfen am späten Abend endete der Nachtflohmarkt abrupt. Hastig wurde zusammengepackt. Und als es gegen 22.45 Uhr ausgiebig blitzte und donnerte, war der Platz schon gut geräumt.

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