Fotoausstellung im Kunstraum 3
Lengerich als Heimat zeigen

Lengerich -

Um den Begriff Heimat geht es bei einer Ausstellung, die ab Samstag, 7. September, im Kunstraum 3 zu sehen sein wird. Verschiedene Fotografen zeigen Arbeiten mit viel Lokalkolorit zu dem Thema.

Freitag, 06.09.2019, 05:05 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 05:10 Uhr
Unter anderem werden Kollagen von Sabine Braungart gezeigt.
Unter anderem werden Kollagen von Sabine Braungart gezeigt. Foto: Sabine Braungart

Was bedeutet das Wort Heimat? Der Duden gibt folgende Antwort: „Land, Landesteil oder Ort, in dem man (geboren und) aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend).“ Wie das in Fotoform aussehen kann, ist in den kommenden Wochen im Kunstraum 3 zu sehen. Anlass für die Werbegemeinschaft Lengerich, eine solche Schau auf die Beine zu stellen ist das „Heimat shoppen“ am Samstag, 14. September.

In dem Ausstellungsraum an der Bahnhofstraße 3 geht es allerdings schon eher los. Am Samstag, 7. September, findet von 10 bis 13 Uhr ein „Pre-Opening“ statt. Ihre Sicht auf den Begriff Heimat und damit einhergehend auf Lengerich und Umgebung zeigen Jenny Kolkmann , Corinna Wolf , Sabine Braungart, Stefan Herringslack und das Fotohaus Kiepker.

Die beiden Letztgenannten knüpfen an 2018 an. Da zeigten sie mit alten und aktuellen Aufnahmen, wie sich Lengerich verändert hat. Das kam gut an und findet nun seine Fortsetzung. Stefan Herringslack sagt über seine Aufgabe, die historischen Bilder möglichst punktgenau nachzuschießen: „Das ist manchmal nicht einfach, denn die heutige Aufnahmetechnik lässt nicht immer die Perspektive früherer Balgenkameras zu.“ Seinen Worten zufolge wird ein Großteil aller „Alt & Neu“-Aufnahmen im Kunstraum 3 zu sehen sein.

Alt ist auch das, was Jenny Kolkmann vor die Linse genommen hat. „Heimat verbinde ich mit der TWE-Strecke, da mein Elternhaus und auch mein aktueller Wohnort an dieser schönen Strecke liegen. Als Kind habe ich mich immer gefreut, wenn die alte Dampflok an unserem Haus vorbeifuhr.“ Da lag es nahe, auf den Verein Eisenbahn Tradition zu kommen. Der öffnete seine Tore für die Fotografin, präsentierte ihr Waggons und Loks und nahm sie auch mit auf Fahrten. „Es war eine Reise in die Vergangenheit“, beschreibt die Lengericherin das Erlebte.

Eng mit Lengerich verbunden fühlt sich auch Corinna Wolff. Sie hat ihre Kindheit und Jugend in der Stadt verbracht. Aus den Erinnerungen kann sie bis heute schöpfen, liefern sie ihr doch „Fotogeheimecken“ im Teuto, auf Feldern und Wiesen und an Gewässern. Zu dem, was sie zeigt, erklärt Corinna Wolf: „Bei meinen Bildern ist es mir wichtig, dass sie eine kleine Geschichte erzählen und das man als Betrachter das Gefühl hat, ein heimlicher Beobachter zu sein.“

Einen anderen Zugang hat die Brochterbeckerin Sabine Braungart zu Lengerich. Für die Stadt hat sie rund ein Jahr lang Landschaften und Sehenswürdigkeiten fotografiert. Viele der Aufnahmen haben Eingang in einen Fotokalender gefunden, ein paar sind im „Stadtfenster“ am „Neuen Markt-Karree“ zu sehen. „In der Ausstellung zeige ich Variationen der Entwürfe für das ‚Lengericher Stadtfenster‘, so etwa Kollagen, in denen bekannte Bauwerke mit Landschaftsaufnahmen verwoben sind.“ Außerdem wird sie eine bislang unveröffentlichte Postkartenserie mit in den Kunstraum bringen.

Zum Thema

Am „Heimat shoppen“-Tag am 14. September ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr geöffnet (dann ist die WGL vor dem Kunstraum auch mit einem Stand vertreten), am Dienstag, 17. September, von 16 bis 18 Uhr und am Mittwoch, 18. September, von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr.

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