„Social Day“ in Lengerich und Tecklenburg
46 Azubis engagieren sich gemeinnützig

Lengerich/Tecklenburg -

46 Auszubildende von Arbeitgebern aus Lengerich und Tecklenburg haben sich anlässlich des „Social Day“ gemeinnützig engagiert. Erstmals dabei waren diesmal die Ledder Werkstätten.

Samstag, 07.09.2019, 12:00 Uhr
Nach dem Start auf dem Rathausplatz mit den Bürgermeistern Wilhelm Möhrke und Stefan Streit (vorne von links) wurden Teams gebildet und Aufgaben zugeteilt.
Nach dem Start auf dem Rathausplatz mit den Bürgermeistern Wilhelm Möhrke und Stefan Streit (vorne von links) wurden Teams gebildet und Aufgaben zugeteilt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Für die 46 jungen Frauen und Männer war es ein wenig wie der Sprung ins kalte Wasser. Wussten sie doch am Freitagmorgen erst einmal noch nicht, was sie an diesem Arbeitstag erwarten würde. 46 Auszubildende nahmen diesmal am „Social Day“ in Lengerich und Tecklenburg teil. 16 Arbeitgeber aus den beiden Kommunen stellten sie für die Aktion zur Verfügung.

Beim „Social Day“ geht es darum, dass Firmen Mitarbeiter für einen gemeinnützigen Arbeitseinsatz abstellen. In Lengerich seien Windmöller & Hölscher, Bischof + Klein und Dyckerhoff vor vier Jahren die ersten gewesen, die dabei waren, betonte Bürgermeister Wilhelm Möhrke am Freitagmorgen auf dem Rathausplatz. Dort wurden die Azubis in firmenübergreifende Teams aufgeteilt, die dann zu den elf Einsatzorten aufbrachen. Neben Möhrke, der in Anlehnung an die „Friday for future“-Demonstrationen von einem „Friday for Lengerich and Tecklenburg“ sprach, war auch dessen Amtskollege Stefan Streit aus Tecklenburg gekommen, um seiner Anerkennung für das „tolle Engagement“ Ausdruck zu verleihen.

An die Arbeit gingen die Helfer unter anderem in mehreren Schulen. Erstmals dabei waren die Ledder Werkstätten, die zum einen Auszubildende bereitstellten, zum anderen ein Team ins Haus einluden.

Fünf junge Frauen und drei Männer hatten sich auf den Weg nach Ledde gemacht. Sie kamen aus dem kaufmännischen Bereich ebenso wie aus technischen Berufen. In zwei Gruppen aufgeteilt, sollten sie in der Produktion in Ledde und in Ibbenbüren an der Maybachstraße mitarbeiten. Begleitet wurden sie von den Fachkräften vor Ort. Die Auszubildenden bekämen einen anderen Blickwinkel auf Menschen mit Behinderung, ist sich Werkstattleiter Andreas Laumann-Rojer sicher. Die Ledder Werkstätten seien ein Unternehmen mit einem Arbeitsalltag, der sich von dem der jungen Leute unterscheide. Zudem hätten sie nicht viel Erfahrung im Umgang mit behinderten Menschen. Da gibt es viel Unsicherheit.“ Deshalb sei diese Begegnung am „Social Day“ wichtig.

Pinsel waren derweil sowohl am Jugendzentrum als auch im Lengericher Stadion unentbehrliche Arbeitsutensilien. An der Münsterstraße waren Christian Kloppenborg und Markus Hilgemann im Einsatz. Das W&H-Duo hatte die Aufgabe, eine Grenzmauer zu streichen. Das ging ebenso problemlos von der Hand wie an der Bergstraße das Aufbringen einer Holzschutzlasur an den Wänden einer Hütte. Die dient am Jugendzentrum als Lagerraum. Zudem strichen dort fünf junge Helfer Bänke und bepflanzten eine große hölzerne Blumenstele neu. Die war beim „Social Day“ vor zwei Jahren gebaut worden.

Seinen Abschluss fand der Tag in Ibbenbüren, wo am Abend eine regionale „Social Day“-Party gefeiert wurde.

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