Herbstmarkt im Tierheim
Vierbeiner sind die Hauptakteure

Lengerich -

Schon einige Hundert Meter vom Tierheim entfernt war am Sonntag zu erahnen, dass das Herbstfest des Tierschutzvereins Lengerich/Westerkappeln gut besucht war. Die Autos standen zuhauf am Straßenrand und auf einer zum Parkplatz umfunktionierten Wiese. Tierliebhabern wurde einiges geboten.

Montag, 16.09.2019, 05:39 Uhr aktualisiert: 16.09.2019, 06:02 Uhr
Laufenten und Border Collie gehörten am Sonntag zu den wichtigsten Beteiligten beim Herbstmarkt im Tierheim.
Laufenten und Border Collie gehörten am Sonntag zu den wichtigsten Beteiligten beim Herbstmarkt im Tierheim. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Ob sich die fünf Laufenten in ihrer Haut wohl fühlten, darf bezweifelt werden. Aber das Interesse an ihnen war am Sonntag im Tierheim Tecklenburger Land in jedem Fall groß. Waren sie doch Teil einer Vorführung, bei der den Zuschauern gezeigt wurde, was ein Border Collie als Hütehund zu leisten in der Lage ist. Es war Herbstmarkt auf dem Gelände am Setteler Damm. Und zu dem gehörte ein Programm, das den vielen Besuchern eine Mischung aus Information, Kaufangeboten und Unterhaltung bot.

Conny Backhaus und Ulla Mertin verfolgten das rege Treiben aufmerksam und zufrieden. Die Leiterin des Tierheims und die Vorsitzende des Tierschutzvereins Lengerich/Westerkappeln, der Träger der Einrichtung ist, waren sichtlich zufrieden mit dem Tag. Für das Tierheim sei die Veranstaltung, die es so seit zehn Jahren gebe, von großer Bedeutung.

Zum einen gehe es um die Einnahmen. Investitionen wie jüngst eine Wasserleitung für über 20 000 Euro seien nur zu tätigen, weil es neben der Unterstützung durch Kommunen und Spenden eben auch diese Möglichkeit der Geldgenerierung gebe. Zum anderen geht es aber auch um Imagearbeit und das Vermitteln von Tieren. Conny Backhaus sagt, dass im Zuge eines Herbstmarktes um die zehn Katzen und ein paar Kleintiere an Tierliebhaber abgegeben werden. Bei Hunden geht es indes nicht ganz so schnell. Dem Kennenlernen am Schautag folgten in der Regel weitere Termine, an denen sich die künftigen Halter und der auserkorene Vierbeiner noch besser kennenlern können, erklärt Backhaus das Prozedere.

Für sie, das Team des Tierheims und den Tierschutzverein bedeutet der Herbstmarkt „Stress“, wie die Leiterin offen einräumt. Vor allem im Vorfeld sei viel zu tun. Am Sonntag waren dann über 20 haupt- und ehrenamtliche Helfer in Einsatz, um sich um Besucher und Standbetreiber zu kümmern und um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Die vielen positiven Rückmeldungen und die große Zahl der Gäste ließen die Mühen der Vortage aber vergessen, versichert Backhaus.

Der Großteil der Besucher kommt aus der Umgebung. Aber auch aus dem Ruhrgebiet und von noch weiter her zieht es Tierliebhaber zum Tierheim. Conny Backhaus erklärt das unter anderem mit der Nähe zum Campingplatz. Manche der Camper würden während ihres Aufenthaltes rüberkommen und so das Haus kennenlernen. Der Herbstmarkt sei dann Gelegenheit, auch abseits des Urlaubs einmal vorbeizuschauen.

Und dann gibt es noch jene, die sich im Internet über die Bewohner des Tierheims schlau machen und dann ganz gezielt an einem solchen Tag kommen, um ihren neuen Liebling aus der Nähe kennenzulernen. Backhaus: „Wir hatten so sogar schon Menschen aus Stuttgart hier.“

Sie verheimlicht indes auch nicht, dass der große Herbstmarkt-Trubel nicht für jeden ihrer Schützlinge etwas ist. Ein paar Hunde würden den Tag deshalb in geschützten Bereichen verbringen, bis am Abend wieder die gewohnte Ruhe einkehrt.

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