Kursus „Mein Fahrzeug – Basiswissen Auto“
Was tun bei einer Panne?

Lengerich -

Wer wie der Ochs vorm Berg steht, wenn es gilt, Wasser in die Scheibenwaschanlage des Autos zu füllen oder den Luftdruck der Reifen zu überprüfen, tut sich wohl noch schwerer, wenn Scheibenwischer oder Reifen zu wechseln sind oder diverse Kontrolllampen aufleuchten. „Mein Fahrzeug – Basiswissen Auto“ hieß der Kursus der Volkshochschule Lengerich, in dem die gelernte Kfz-Mechatronikerin Melanie Boettcher den Teilnehmern Grundlagen für den Ernstfall an die Hand gab.

Donnerstag, 19.09.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 19.09.2019, 17:00 Uhr
Im VHS-Kursus „Mein Fahrzeug – Basiswissen Auto“ lernten die Teilnehmer, die Zeichen ihrer Fahrzeuge richtig zu deuten. Die Kfz-Mechatronikerin Melanie Boettcher (2. von links) zeigte, wie man prüft, ob Bremsscheibe und Bremsbeläge noch in Ordnung sind.
Im VHS-Kursus „Mein Fahrzeug – Basiswissen Auto“ lernten die Teilnehmer, die Zeichen ihrer Fahrzeuge richtig zu deuten. Die Kfz-Mechatronikerin Melanie Boettcher (2. von links) zeigte, wie man prüft, ob Bremsscheibe und Bremsbeläge noch in Ordnung sind. Foto: Dietlind Ellerich

Zwei Frauen, 41 und 47 Jahre alt, sowie Christian Hell (83) freuen sich nach einer ausführlichen Power-Point-Präsentation im VHS-Haus auf den praktischen Teil auf dem Parkplatz. Während die Frauen freimütig ihre Ahnungslosigkeit eingestehen und sich vorgenommen haben, in Zukunft nicht mehr hilflos vor den Warnzeichen ihrer Autos zu stehen, möchte der Senior einfach etwas dazu lernen, ohne sich in „dicke und unhandliche“ Betriebsanleitungen vertiefen zu müssen.

Genau die sind es aber, die die Fachfrau Boettcher dem Trio immer wieder eindringlich ans Herz legt. Egal ob beim Skoda Octavia, Opel Zafira oder VW Golf, die die Teilnehmer als Versuchsobjekte mitgebracht haben: Ein Blick ins mehr oder weniger dicke Heft ist wichtig, wenn man das Aufleuchten einer Kontrolllampe richtig deuten will. „Ich möchte hier erfahren, ob ich direkt in die Werkstatt muss oder noch 50 Kilometer fahren kann“, formuliert die 41-jährige Lengericherin ihr Lernziel.

Im VHS-Kursus geht es aber erst einmal darum zu schauen, ob die Ausrüstung komplett ist und wann welches Werkzeug zum Einsatz kommt. Die Suche macht Spaß, aber auch eine Einkaufsliste notwendig. Der Skoda hat zwar einen Ersatzreifen, aber keinen Wagenheber, im Zafira ist es genau umgekehrt. Die Halterinnen nehmen es mit Humor und sich vor, Pannen in Zukunft durchzustehen. Warnwesten, Überbrückungskabel, Verbandskasten, Feuerlöscher, nicht alle Fahrzeuge sind perfekt ausgestattet. Der Einkaufszettel wird länger.

Wie kontrolliere ich den Reifendruck? Wie messe ich die Profiltiefe der Reifen? Wie baue ich das Warndreieck zusammen? Einige Fragen der Teilnehmer kann Melanie Boettcher vor Ort beantworten. „Wenn der goldene Rand der Euro-Münze verschwindet, ist alles in Ordnung“, rät sie, das Profil an verschiedenen Stellen zu kontrollieren. Auch das Warndreieck ist zügig zusammengebaut.

Von Reifendichtmitteln hält die Fachfrau wenig. Sicherer und preiswerter sei es, den Reifen zu wechseln, spricht sie sich für einen Ersatzreifen aus, sofern genug Platz im Fahrzeug ist. Da im Kursus die Zeit für einen Wechsel fehlt, verspricht Boettcher den beiden Frauen einen Extratermin.

Sie hat aber weitere Tipps parat. So rät sie, vor jeder Fahrt einmal ums Auto zu gehen, um die Lampen zu überprüfen. Auch der Reifendruck sollte alle 14 Tage kontrolliert werden, und nicht nur dann, wenn lange Strecken mit viel Gepäck anstehen.

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