Hallen- und Freibad bleibt für die Stadt ein Zuschussgeschäft
Ein Besuch soll Spaß machen

Lengerich -

Im Lengericher Freibad soll sich zur kommenden Saison einiges ändern. Dieses Ziel gab am Mittwoch Tilo Frömmel, kaufmännischer Leiter der BWG, bei der Vorstellung des Wirtschafts- und Erfolgsplans 2020 aus.

Freitag, 20.09.2019, 05:49 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 06:02 Uhr
Blick ins Freibad: Die gelbe Rutsche am oberen Becken ist in die Jahre gekommen und soll ersetzt werden. Die Planschbecken sollen ein Sonnensegel erhalten, der oberhalb davon liegende Sandkasten einen neuen Platz näher an der Liegewiese erhalten.
Blick ins Freibad: Die gelbe Rutsche am oberen Becken ist in die Jahre gekommen und soll ersetzt werden. Die Planschbecken sollen ein Sonnensegel erhalten, der oberhalb davon liegende Sandkasten einen neuen Platz näher an der Liegewiese erhalten. Foto: BWG

Zahlen spielten nicht die Hauptrolle, als Tilo Frömmel den Wirtschafts- und Erfolgsplan 2020 für das Hallen- und Freibad vorstellte. Wichtiger ist für den kaufmännischen Leiter der Bäder und Wasser GmbH ( BWG ), die das Bad betreibt, die Antwort auf die Frage, „wie kann man die Leute begeistern, ins Bad zu kommen?“.

Erleben, Spielen, Toben sind für ihn Schlüsselwörter. „Das wird immer wichtiger“, erläutert er im Ausschuss Soziales, Generationen, Sport. Nicht nur im Schwimmbecken, auch außerhalb. Ein erster Ansatz: Abseits der Wasserlandschaft soll ein neues Klettergerüst aufgebaut werden. Auch der „Krabbelecke“ genannte Sandkasten soll einen neuen Platz erhalten, näher an einer der Liegewiesen. Zwischen 3000 und 4000 Euro wird nach seinen Worten ein Sonnensegel kosten, das über den Planschbecken Schatten spenden soll.

Und dann ist da noch die gelbe Rutsche. Die ist an die 20 Jahre alt, wird aber immer noch viel genutzt – mangels Alternative? „Wir möchten zur Saison 2020 eine neue Rutsche haben“, äußert der BWG-Mann einen Wunsch. Der ist nicht billig. So 30 000 Euro, schätzt er, müssten in die Hand genommen werden.

„Ist bei einem Umbau eine tollere Rutsche denkbar“, will Petra Tiemann-Niermann von ihm wissen. Ohne dass die Vorsitzende des Stadtsportbundes es ausspricht, weiß Tilo Frömmel, wo der Hase lang läuft: „Wenn Sie eine 100-Meter-Rutsche meinen, liegen Sie bei den Kosten im sechsstelligen Euro-Bereich.“ Ob diese Investition über die Eintrittspreise wieder reingeholt werden kann – der kaufmännische Leiter hat erhebliche Zweifel.

Immerhin, das Bad an sich wird in der Sitzung nicht in Frage gestellt. Hartmut Grünagel (CDU) spricht von einem „wichtigen sozialen Angebot“, will aber auch wissen, ob die BWG die Freizeitgestaltung im Bad außerhalb des Wassers im Blick hat. Das bestätigt Tilo Frömmel, nennt als Beispiel das Beach-Volleyballfeld.

Dann gibt´s doch noch ein paar Zahlen. Mit knapp 350 000 Euro wird die Stadt das Badevergnügen im nächsten Jahr bezuschussen müssen. Gut ein Drittel des kalkulierten operativen Ergebnisses von fast einer Million Euro Minus. Hier macht sie die Übertragung der Aufgabe auf die BWG zum Vorteil bemerkbar.

16 900 Besucher sind zwischen 1. Juni und 31. August im Freibad gezählt worden. Im vergangenen Jahr waren es 700 Menschen mehr. „Aber da war das Wetter noch besser als in diesem Jahr“, liefert Tilo Frömmel seine Begründung.

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