Konzert „Musik schlägt Brücken“
Folklore in neuem Gewand

Lengerich -

Spanischer Flamenco und türkische Liebeslieder an einem verregneten Sonntagnachmittag im Gempt-Bistro: in der Veranstaltungsreihe „Musik schlägt Brücken“ des Kreises Steinfurt gab es am Sonntag ein besonderes Konzert.

Dienstag, 01.10.2019, 12:34 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 18:14 Uhr
Trotz der ungewöhnliche Zusammenstellung der Instrumente begeisterte das Trio Matthias Greenslade, Julia von Allwörden-Eberling und Ismail Türker (von rechts) beim Konzert „Musik schlägt Brücken“ im Gempt-Bistro.
Trotz der ungewöhnliche Zusammenstellung der Instrumente begeisterte das Trio Matthias Greenslade, Julia von Allwörden-Eberling und Ismail Türker (von rechts) beim Konzert „Musik schlägt Brücken“ im Gempt-Bistro. Foto: Gernot Gierschner

Der Veranstalter, die Musikschule Tecklenburger Land, hatte mit Ismail Türker (Baglama-Spieler, Sänger, Komponist und Texter) sowie dem „Duo Cantolegnos“ – Geigerin Julia von Allwörden-Eberling und Gitarrist Matthias Greenslade – ein außergewöhnliches Trio eingeladen.

Geboten wurde eine Mischung aus orientalischer Folklore und Kompositionen, die inspiriert sind von den Eindrücken, die Julia von Allwörden-Eberling und Matthias Greenslade auf ihren Reisen gesammelt haben. Ismail Türker führte zweisprachig durch das Programm, erzählte wie er die beiden jungen Künstler bei gemeinsamen Projekten in der Musikschule Osnabrück kennen und schätzen gelernt habe.

Zu jedem Stück gab er eine Anekdote zum Besten oder erklärte Ursprung oder Entstehung des Werkes. So auch bei der Eigenkomposition Aschewunder, inspiriert von der Lyrik Barbara Smitmans-Vajdas. Mit Grabschrift stellte er einen Text von Bertold Brecht vor, den er vertonte und sowohl auf Deutsch als auch auf Türkisch vortrug.

Ismail Türker mit seiner Baglama und der markanten Stimme stand zwar im Vordergrund, aber Matthias Greenslades Konzertgitarre bildete einen ebenso starken Gegenpart. Julia von Allwörden-Eberling und ihre Violine sorgten mit gefühlvollem Spiel für die romantischen Momente.

Gleich das erste Stück, ein Solo von Ismail Türker, begeisterte das Publikum mit rhythmischer Lautenmusik und eindringlichem Gesang. Bei „Ay Balem“ (meine Liebe) kamen Gitarre und Violine dazu und woben einen wunderbaren Klangteppich eingängiger internationaler Folklore. Insgesamt bot das Konzert ein buntes und kurzweiliges Musikvergnügen an einem trüben Tag.

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