Wohnungsbaugenossenschaft
Grundsteinlegung: Das gab´s noch nie

Lengerich -

Seit 70 Jahren gibt es die Wohnungsbaugenossenschaft (Wohnbau) Lengerich. Da sollte eigentlich rund um den Bau alles schon mal vorgekommen sein. Doch jetzt gab es eine Premiere: „Es ist das erste Mal, dass die Wohnbau einen Grundstein legt“, stellt Max Mews auf der Baustelle an der Tecklenburger Straße fest.

Donnerstag, 03.10.2019, 13:16 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 14:00 Uhr
Grundsteinlegung für das neue Domizil der Wohnbau Lengerich an der Tecklenburger Straße: Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Geschäftsführer Max Mews, Architekt Christoph Lüttmann und Geschäftsführer Claus Gravemeier (von rechts) befüllen die Metallröhre mit Dokumenten der Zeitgeschichte, bevor diese im Grundstein eingemauert wird.
Grundsteinlegung für das neue Domizil der Wohnbau Lengerich an der Tecklenburger Straße: Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Geschäftsführer Max Mews, Architekt Christoph Lüttmann und Geschäftsführer Claus Gravemeier (von rechts) befüllen die Metallröhre mit Dokumenten der Zeitgeschichte, bevor diese im Grundstein eingemauert wird. Foto: Michael Baar

Die Wohnungsnot, so der Geschäftsführer, war 1949 der Anlass zur Gründung der Genossenschaft. Die hat sich erfolgreich am Markt etabliert, verweist er auf die Wohnungen, die entweder im Eigentum der Wohnbau sind (370) oder von ihr verwaltet werden (500). 20 Beschäftigte kümmern sich um die Immobilien. Im August nächsten Jahres, so Mews , sollen sie unter einem Dach zusammenkommen. Dann soll der Neubau bezugsfertig sein.

Ein Ziel, das sein Geschäftsführer-Kollege Claus Gravemeier für realistisch hält. „Wir liegen im Zeitplan“, beschreibt er den Stand der Dinge auf dem 3100 Quadratmeter großen Grundstück. Auf drei Etagen werden dort Büros entstehen. Die Wohnbau wird das Erdgeschoss nutzen, dort 490 Quadratmeter Fläche zur Verfügung haben. Als Mieter ziehen in den ersten Stock die Agentur für Arbeit (225 Quadratmeter Fläche) und das Jobcenter des Kreises (insgesamt 637 Quadratmeter Fläche im ersten und zweiten Geschoss) ein.

Einen kleinen Betriebshof wird die Wohnbau hinter dem Gebäude zum Sportplatz an der Kirchpatthalle anlegen. Insgesamt 38 Parkplätze sollen bereitgestellt werden und die Außenanlagen – auch vor den benachbarten Häuser 30 und 32, die der Wohnbau gehören – neu gestaltet werden. Das gilt auch für die Fassaden der beiden Häuser, denn „wir wollen ein einheitliches Erscheinungsbild schaffen“, so Claus Gravemeier. Insgesamt 2,8 Millionen Euro werden von der Genossenschaft investiert.

Von einem „wichtigen Dienstleistungszentrum am Eingang der Stadt“ spricht Bürgermeister Wilhelm Möhrke, der in seiner Funktion auch Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft ist. Das diese wichtige und gute Arbeit leiste, verdeutlicht er an einem Beispiel: „Mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 4,51 Euro pro Quadratmeter sind wir unschlagbar günstig im Vergleich zu Münster oder Ibbenbüren.“

Dann geht´s ans „Einmachen“: In eine Kupferröhre werden ein Sortiment Euro-Münzen, die Festschrift zum 50-Jährigen der Wohnbau und die Satzung der Genossenschaft sowie die Westfälischen Nachrichten des Tages gesteckt. Anschließend verschwindet die Röhre in einer Kammer der Wand und wird vom Bürgermeister fachgerecht eingemauert.

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