Konzert „We rock Queen“
Nah am Original mit eigener Note

Lengerich -

Sehr nah am Original und trotzdem mehr als reines Covern – „We Rock Queen“ schafften diese Reise in längst vergangene Rockzeiten vor fast 400 begeisterten Liebhabern der unsterblichen Songs der vor fast 50 Jahren gegründeten britischen Rockband.

Samstag, 05.10.2019, 17:53 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 17:22 Uhr
Eine Hommage an „Queen“ lieferte die Band „We Rock Queen“ den begeisterten Fans in der Gempt-Halle.
Eine Hommage an „Queen“ lieferte die Band „We Rock Queen“ den begeisterten Fans in der Gempt-Halle. Foto: Axel Engels

Bei bestem Sound und mitreißender Lichttechnik boten die Musiker um den Bandleader und Gitarristen Frank Rohles eine zu Herzen und in die Beine gehende Hommage an die ewigen Rockheroen.

Sie starteten mit „We will rock you“ und verpassten diesem Welthit mit Hilfe des punktgenau spielenden Schlagzeugers Boris Ehlers ein rasantes Gewand. So eingestimmt, konnte man das Feuerwerk allseits bekannter Songs genießen, fühlte sich im Kreis der mitsingenden Besucher sofort aufgehoben wie in einer großen Queen-Familie. Für den typischen Gitarrensound der legendären Rockgruppe war Frank Rohles mit seiner exquisiten Musizierkunst einfach prädestiniert.

Schon bei der Musicalproduktion „We will rock you“ war er von Brian May und Roger Taylor als Erstbesetzung empfohlen worden. Er genoss sicht- und hörbar das Konzert in der Gempt-Halle. Ihm zur Seite stand am Keyboard sein Sohn, der bei so einem familiären Umfeld wohl mit dieser Musik aufgewachsen ist.

Als Sänger erlebte man Sascha Kleinophorst, der sich seine Sporen als Frontman der Brass Machine erworben hat, als Schauspieler seit Jahren aktiv ist und sogar auf dem Jazzfestival in Montreux auftrat. Seine stimmlichen und schauspielerischen Qualitäten brachte er komplett ein. Respektvoll näherte er sich dem großen Freddie Mercury , ohne ihn in Mimik und Gestik zu imitieren.

Für den instrumentalen Grund war Erhard Wollmann am Bass zuständig, der schon mit versierten Künstlern wie Ralph Brauner gemeinsam auf der Bühne gestanden hat. Dieser versierte Musiker wusste genau, wo er mit seinen vier Saiten die nötigen Akzente setzen musste, gab so jedem Song – von „Somebody to love“ bis „Crazy little thing called love“ – eine persönliche Klangfarbe.

Viele andere Queen-Coverbands setzen auf übertriebene Showeffekte, um auch optisch nah am Original zu sein. Bei „We Rock Queen“ stand immer die Musik im Mittelpunkt, der sie auf höchstem Niveau frönten. Das übertrug sich direkt auf das Publikum.

Der Abend war viel mehr als eine Aneinanderreihung der großen Hits wie „Radio GaGa“, „Who wants to live for ever“ oder „I want to break free“. Die erklangen im zweiten Teil des Konzertes, mit der Band in einer energiegeladenen und überaus spielfreudigen Art. Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song.

Auch für ruhigere Balladen war an diesem Abend genügend Raum. Sascha Kleinophorst und Frank Rohles wussten im Duett bei den gefühlvollen Songs auf der Bühne zu inspirieren, da fehlten eben nur die bei Queen üblichen Lichter der Feuerzeuge. Am Ende rockte die ganze Gempt-Halle, der Zugabe „The show must go on“ folgend. Den Musikern von „We Rock Queen“ nahm man im Finale ihr „We are the champions“ durchaus ab. Solange es solch hochwertige Queen-Produktionen gibt, stirbt auch nicht das Lebensgefühl einer Zeit, die Freddie Mercury bei aller Exzentrik einfach mitgeprägt hat.

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