Saison-Abschluss beim Imkerverein
Bienenvölker immer anmelden

Lengerich -

Zum Saisonabschluss trafen sie Mitglieder des Imkervereins bei Stefan Eichholt in Ostbevern, um sich dessen Bienen anzuschauen. Themen des Treffens waren außerdem die Faulbrut und „wilde Imkerei“.

Sonntag, 06.10.2019, 19:00 Uhr
Bei Stefan Eichholt (rechts) trafen sich jetzt die Mitglieder des Imkervereins Lengerich.
Bei Stefan Eichholt (rechts) trafen sich jetzt die Mitglieder des Imkervereins Lengerich. Foto: Imkerverein Lengerich

Zum Ende der Imkerei-Saison treffen sich Imker des Lengericher Vereins zur Standbesichtigung bei einem Mitglied, dessen Bienenstand von den Kollegen fachmännisch betrachtet wird. Bei dem geselligen Ereignis überrascht mancher Gastgeber mit selbst kons­truierten Vorrichtungen für seine Bienen oder zeigt ein renoviertes Bienenhaus wie das im Hortensiengarten, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Jungimker

Jetzt fand diese traditionelle Veranstaltung, die gut besucht war, bei Stefan Eichholt in Ostbevern statt. Dort begrüßte der Vorsitzende des Lengericher Imkervereins, Andreas Noll , mehrere Jungimker. Im Zusammenhang der Gespräche darüber, dass der Sperrbezirk um Lengerich noch immer nicht aufgehoben ist, wurde viel über Amerikanische Faulbrut und die wilde Imkerei gesprochen, die manchmal dem Wunsch entspringt, etwas „für die Bienen“ zu tun, teilt der Imkerverein weiter mit.

Sich ein oder mehrere Bienenvölker anzuschaffen sei an sich nicht verkehrt, obwohl die Bienen, für die am meisten etwas getan werden müsse, die unauffällig einzeln lebenden Wildbienen seien.

Jeder Bienenstand muss dem Veterinäramt gemeldet werden. Nur ein bekannter Stand kann auf Faulbrut untersucht und so eine Gefahr auch für die Bienen anderer Imker ausgeschlossen werden. Wer diese Meldung unterlässt, muss sich auf eine beträchtliche Strafzahlung einrichten, heißt es in der Pressemitteilung.

Fachkundige Betreuung

Berichtet wurde von Imkern, die meinen, mit der Anmeldung ihrer Bienenvölker sei gleichzeitig die Verpflichtung verbunden, in den Imkerverein einzutreten. Das ist nicht der Fall, obwohl man, wie mancher Jungimker bekundet, von den Kenntnissen der gestandenen Imker und auch Imkerinnen nur profitieren könne. Von einem der Bieneninspektoren war zu hören, dass ihn manchmal das deutliche Gefühl beschleiche, auch die von wilder Imkerei betroffenen Bienen hätten sich eine fachkundige Betreuung gewünscht, etwa durch eine Patenschaft, wie sie der Verein für Neuimker anbietet.

Wildbienen

Allgemein freuen sich die Imker über eine durchschnittlich gute Sommer-Honigernte und darüber, dass nicht nur die Stadt und manche Landwirte, sondern auch immer mehr Vorgarten-Besitzer Blühstreifen für Wildbienen und andere schutzbedürftige Hautflügler anlegen. Selbst wenn es nicht immer gleich hochglanzpoliert aussieht, so ist der Blühstreifen doch eine gute Möglichkeit für Privatleute, „den Bienen“ etwas Hilfe zukommen zu lassen.

Bei der nächsten Versammlung des Imkervereins am Sonntag, 10. November, um 10 Uhr im Centralhof werden die Mitglieder ihre Völkerzahlen vollständig an das Veterinäramt melden, versichert der Imkerverein abschließend.

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