Einstimmiger Beschluss
SPD unterstützt Wiederwahl von Wilhelm Möhrke

Lengerich -

Die Lengericher SPD unterstützt Bürgermeister Wilhelm Möhrke bei der Kommunalwahl 2020 und verzichtet auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten für den Chefsessel in der Stadtverwaltung. Das hat der Ortsverein einstimmig beschlossen.

Donnerstag, 10.10.2019, 19:00 Uhr
Die Lengericher SPD unterstützt Bürgermeister Wilhelm Möhrke (links) bei der Kommunalwahl 2020 und verzichtet auf die Aufstellung eines Gegenkandidaten. Christiane Unland-Kröger, Andreas Kuhn und Björn Schilling (von rechts) gratulierten mit einem Blumenstrauß.
Die Lengericher SPD unterstützt Bürgermeister Wilhelm Möhrke (links) bei der Kommunalwahl 2020 und verzichtet auf die Aufstellung eines Gegenkandidaten. Christiane Unland-Kröger, Andreas Kuhn und Björn Schilling (von rechts) gratulierten mit einem Blumenstrauß. Foto: SPD

Nach der Ankündigung des Bürgermeisters vom Dienstag hat sich die SPD als erste Partei klar positioniert. Die Sozialdemokraten verzichten auf die Aufstellung eines eigenen Bürgermeisterkandidaten und unterstützen die Wiederwahl Wilhelm Möhrkes . Das war der einstimmig gefasste Beschluss auf der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins am Mittwochabend, heißt es in einer Pressemitteilung.

Björn Schilling, Vorsitzender des Ortsvereins, lobte besonders das verbesserte Arbeitsklima im Rat der Stadt und die zahlreichen Projekte der SPD, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden konnten: „So konnten wir mit der Unterstützung des Bürgermeisters die Errichtung einer Gesamtschule durchsetzen und den von der SPD vorgeschlagenen Jugendbeirat etablieren. Der Bauantrag für die Skaterbahn ist jetzt gestellt. Auch beim Thema Stadtentwicklung und dem Abbau des riesigen Investitionsstaus kommen wir endlich voran.“ Fraktionsvorsitzender Andreas Kuhn ergänzte, „in Lengerich tut sich etwas und wir wollen, dass es so weitergeht“.

Er hob ebenfalls die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den fairen Umgang miteinander in den zurückliegenden vier Jahren hervor. „Wir haben gute Kompromisse gefunden – häufig mit der Handschrift der SPD“, stellte er fest. Schon nach kurzer Aussprache folgten die Mitglieder einstimmig dem Antrag zum Verzicht auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten und der Unterstützung Wilhelm Möhrkes, schreiben die Sozialdemokraten.

Der Bürgermeister, der an der Versammlung teilnahm, dankte den Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und zeigte dann in einer halbstündigen Stegreifrede keine Spur von Amtsmüdigkeit. Auch er skizzierte das Erreichte und gab schon einmal einen Ausblick auf die nächsten Vorhaben. „Jetzt gilt es die Dinge, die wir angestoßen haben, auch zu vollenden. Natürlich in erster Linie die Gesamtschule, aber auch die Sanierung der übrigen Schulen, die Schaffung von Wohnraum, Industrie- und Gewerbeansiedlung, den Ausbau der Sportstätten und vieles mehr.“

Kommentar

Ein starkes Zeichen

...

Mit dem Verzicht auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten und der Unterstützung für Wilhelm Möhrke hat die SPD ein starkes Zeichen gesetzt.

Für die anderen drei Ratsfraktionen stellt sich die Frage, wie sie darauf reagieren sollen. Logisch wäre es, wenn sie ebenfalls den amtierenden Verwaltungschef unterstützen würden. Was anderes ist nach den ersten Reaktionen auf die Ankündigung von Wilhelm Möhrke, im nächsten Jahr wieder anzutreten, kaum vorstellbar.

Das würde Raum schaffen für eine inhaltliche Auseinandersetzung im Kommunalwahlkampf. Die Parteien können sich profilieren im Ringen um die Wählerstimmen.

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