1. Lengericher Klimaforum am 8. November
Das eigene Handeln hinterfragen

Lengerich -

Erstmals veranstaltet die Stadt am 8. November ein Klimaforum. Zwischen 10 und 15 Uhr können sich alle Interessierten an sogenannten Thementischen beteiligen und mitdiskutieren. Zum Auftakt gibt es einen Vortrag von Oliver Haubner zum Thema „Nachhaltigkeit geht uns alle an“. Nach der Mittagspause gibt es eine Klimadiskussion im Plenum.

Dienstag, 22.10.2019, 05:33 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 05:40 Uhr
Ein Blick auf den Nordpol. Er gehört weltweit zu jenen Regionen, wo die Folgen des Klimawandels schon jetzt sehr deutlich werden: Die Eisflächen schmelzen in einem rasanten Tempo dahin. Lengerichs Bürgermeister Wilhelm Möhrke meint mit Blick auf den Klimaschutz, dass es darauf ankomme global zu denken, aber lokal zu handeln.
Ein Blick auf den Nordpol. Er gehört weltweit zu jenen Regionen, wo die Folgen des Klimawandels schon jetzt sehr deutlich werden: Die Eisflächen schmelzen in einem rasanten Tempo dahin. Lengerichs Bürgermeister Wilhelm Möhrke meint mit Blick auf den Klimaschutz, dass es darauf ankomme global zu denken, aber lokal zu handeln. Foto: dpa

Nimmt man aktuelle Umfragen als Maßstab, dann wäre es kein Wunder, wenn die Besucher am Freitag, 8. November, nur so in die Gempt-Halle strömen. Dann lädt die Stadt in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung zum 1. Lengericher Klimaforum ein. Und da das Thema Klimaschutz bei vielen Bürgern ganz oben steht, wenn es um das zentrale politische Thema der Gegenwart geht, können die Veranstalter auf eine beachtliche Resonanz hoffen. Das grundsätzliche Interesse scheint schließlich da zu sein.

Bürgermeister Wilhelm Möhrke und seine Mitstreiterinnen in der Stadtverwaltung, Christine Elias (Klimaschutzmanagerin) und Ina Franke, die sich vorrangig um die Organisation kümmern, wollen ihre Erwartungen dennoch nicht allzu hoch schrauben. Wenn 200 bis 250 Bürger teilnehmen würden, sagen sie, wäre das schon „gut“. Auf jeden Fall dabei sein werden rund 100 Schüler vom Hannah-Arendt-Gymnasium und von der Gesamtschule. Zudem kommen einige Fachleute nach Lengerich.

Nach dem offiziellen Auftakt um 10 Uhr werden verschiedene Thementische im Mittelpunkt stehen. An denen können die Bürger mit den Jugendlichen der beiden Schulen und den Experten diskutieren. So widmen sich die HAGler dem (fairen) globalen Handel. Frank Osterhaus vom Landwirtschaftlichen Ortsverein und Dr. Jörg Krämer wollen mit den Besuchern über „100 Prozent ökologische Landwirtschaft sinnvoll oder Wunschdenken?“ ins Gespräch kommen. Und fehlen darf in Lengerich auch nicht die Frage, ob „Plastik(-verpackung) nur Teufelszeug“ ist. Neben Vertretern von B+K und W&H steht an diesem Thementisch Tobias Gumbert, Politikwissenschaftler an der Uni Münster, bereit. Des weiteren geht es unter anderem um Smartphones und Nachhaltigkeit, um Mobilität in Lengerich, um Tierwohl und regionale Erzeugnisse.

Besucher können wählen, an welchem Thementisch sie mitreden oder auch einfach nur zuhören wollen und auch zwischen ihnen wechseln. Am Ende – die Veranstaltung dauert bis 15 Uhr, zwischenzeitliches Kommen und Gehen ist möglich – steht für die Initiatoren nicht das Ziel, einen fertigen Katalog an Ideen und Vorschlägen zu haben. Vielmehr gehe es darum, dass die Menschen ihr eigenes Verhalten reflektieren und vielleicht auch ändern, so Bürgermeister Möhrke. Zudem biete das Forum Akteuren die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit zu vernetzen, ergänzt Klimaschutzmanagerin Elias.

Ihren Worten zufolge gehe es auch darum, die Menschen beim Thema Klimaschutz „da abzuholen, wo sie stehen“. Deshalb mache es keinen Sinn, zu hohe Erwartungen zu hegen; aufklären und informieren stehe schließlich vor dem Handeln.

Nach Angaben von Möhrke ist das Konzept des Lengericher Klimaforums bislang einzigartig. Den Gedanken, etwas derartiges in Gang zu setzen, habe er schon vor Jahren gehabt. Konkret sei es im vergangenen Dezember anlässlich einer Veranstaltung der Bertelsmann Stiftung geworden, die man dann auch als Partner mit ins Boot geholt habe. Die Kernfrage habe seinerzeit gelautet, wie es gelingen könne, in einem eher kleinen Gemeinwesen das Thema Klimawandel in den „gesellschaftlichen Fokus“ zu nehmen. Der 8. November wird zeigen, ob es in Lengerich funktioniert.

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