Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“
Zoll-Experte referiert über Arbeitsausbeutung

Lengerich -

Der Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ lädt zu einem Themenabend am Dienstag, 12. November, um 19.30 Uhr ein. Zollamtsrat Goswin Brehe wird zum Thema „Rolle und Bedeutung von Betreuungs- und Beratungsstellen im Strafverfahren gegen Täter der Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit“ referieren.

Montag, 28.10.2019, 06:22 Uhr aktualisiert: 28.10.2019, 06:30 Uhr
Kümmern sich um Ost- und Südosteuropäischer Arbeitsmigranten, die auch im Münsterland von skrupellosen Unternehmern ausgenutzt werden Von links nach rechts, Heiner Vernhorst, Hermann Lüttkeschürmer, Rechtsanwalt Dr. Gisbert Stalfort, Pfarrer Peter Kossen und Saskia Wanke von der im Januar 2019 in Lengerich gegründeten Aktion Würde & Gerechtigkeit. 
Kümmern sich um Ost- und Südosteuropäischer Arbeitsmigranten, die auch im Münsterland von skrupellosen Unternehmern ausgenutzt werden Von links nach rechts, Heiner Vernhorst, Hermann Lüttkeschürmer, Rechtsanwalt Dr. Gisbert Stalfort, Pfarrer Peter Kossen und Saskia Wanke von der im Januar 2019 in Lengerich gegründeten Aktion Würde & Gerechtigkeit.  Foto: Jürgen Christ

Goswin Brehe ist nach Angaben des Vereins im Hauptberuf Zollbeamter in der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Er engagiert sich ehrenamtlich in der Gewerkschaft der Polizei und ist stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe Rhein-Ruhr-Ems. Folgende Punkte wird er an diesem Abend ansprechen: Aufgaben und Befugnisse der FKS in Prüf- und Ermittlungsverfahren mit dem Focus „Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit“; Rechtslage 1: Relevante Strafnormen; Rechtslage 2: Aufenthaltsrecht; Ermittlungsstrategien der FKS; Interessen der ausgebeuteten „Opferzeugen“; Gegenstrategien der Täterseite während der laufenden Ermittlungen; Welchen Beitrag können „Betreuungs- und Beratungsstellen“ leisten? Welche Folgen treten ein, wenn die „Opferzeugen“ nicht betreut und beraten werden?

Die Veranstaltung findet statt im Gemeindehaus St. Margareta, Bahnhofstraße 113. Zu einem Netzwerktreffen lädt der Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ um 18.30 Uhr alle ins Gemeindehaus ein, die sich vor Ort, also dort, wo sie leben und arbeiten, im Sinn des Vereins engagieren wollen. Dabei geht es um Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit Betroffenen, um Hilfe in akuter Not. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins können Türöffner sein zu Institutionen und Behörden, auch zu den Beratungsangeboten des Vereins, heißt es in einer Pressemitteilung.

Aufgrund von Berufserfahrung oder auch entsprechender Fortbildungen können erste Schritte der Beratung gegangen werden. Kontakte werden hergestellt zu Anwälten vor Ort und, wenn nötig, zu Sprachmittlern. Sozialrechtler, Sozialarbeiter, (Arbeits-)Mediziner können ihre Fachkenntnisse einbringen. Die wichtigste Voraussetzung ist allerdings Achtsamkeit für die Situation der Arbeitsmigranten und die Bereitschaft, ihre Integration in die Gesellschaft zu unterstützen. In mindestens einem Ort überlegt die Flüchtlingshilfe, ob sie ihr Engagement auf die große Gruppe der Arbeitsmigranten ausweiten kann. Das hält der Vorstand des Vereins für beispielhaft.

Hingewiesen wird auf den Termin der Mitgliederversammlung des Vereins „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ am 22. Januar um 19 Uhr in Lengerich.

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