Am 8. November findet das 1. Lengericher Klimaforum statt
An acht Tischen wird diskutiert

Lengerich -

Am Freitag, 8. November, findet das 1. Lengericher Klimaforum statt. Die Stadt hat die Veranstaltung zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung konzipiert. Zahlreiche Akteure – unter anderem Schüler, Landwirte, Unternehmensvertreter und Wissenschaftler – stehen an acht sogenannten Thementischen bereit, um zu informieren und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Montag, 04.11.2019, 05:31 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 05:40 Uhr
Am 8. November findet das 1. Lengericher Klimaforum statt: An acht Tischen wird diskutiert

Für Bürgermeister Wilhelm Möhrke ist klar, was er sich am Freitag, 8. November, wünscht: viele Besucher, die „aktiv mitwirken“. In der Gempt-Halle findet dann das 1. Lengericher Klimaforum statt. Von 10 bis 15 Uhr können Bürger mitdiskutieren, eigene Ideen einbringen und sich informieren. Und das zu verschiedensten Aspekten rund ums Thema Klima.

Die Begrüßung übernimmt der Bürgermeister, die Moderation Kathleen Berger (Radio RST). Ab 10.20 Uhr spricht Oliver Haubner von der Bertelsmann-Stiftung über „Nachhaltigkeit geht uns alle an“. Die Stadt hat bei der Vorbereitung des Klimaforums mit der Stiftung zusammengearbeitet. Haubnern nennt das, was am Freitag auf die Beine gestellt wird, „bemerkenswert“ und lobt die „große Offenheit“, mit der die Verantwortlichen an das Projekt herangegangen seien. Zweiter Referent wird Tobias Gumbert sein. Er ist Nachhaltigkeitsforscher an der Uni Münster. Zudem können Elektro-Autos und -Fahrräder getestet werden und Gäste können in wenigen Minuten einen sogenannten ökologischen Fußabdruck erstellen lassen.

Im Mittelpunkt stehen indes acht sogenannte Thementische, an denen die Teilnehmer vor allem miteinander ins Gespräch kommen wollen und sollen und vielleicht sogar konkrete Vorschläge formulieren. Zwei Tische werden von Lengericher Schulen organisiert: Gymnasiasten vom HAG fragen unter anderem „Wir sind eine Welt – oder haben wir auch einen gemeinsamen Handel?“. Gesamtschüler widmen sich der Frage „Smartphones und Nachhaltigkeit – geht das?“. Die Jugendlichen sagen über ihr Engagement: „Wir wollen aktiv für den Klimaschutz kämpfen und fangen damit bei uns selbst an.“

Um das Thema „Nachhaltige oder gar autofreie Mobilität – ist das in Lengerich möglich?“ geht es am Tisch von Stadtwerke Lengerich und Zukunftsnetz Mobilität NRW. Ingo Leufke von den Stadtwerken sagt, dass sich in Sachen Mobilität so oder so angesichts des technischen Fortschritts viel ändern werde. Zu klären sei, inwieweit dieser Prozess durch die Stadt und die Menschen aktiv gestaltet werden kann. Das Zukunftsnetzwerk stellt dazu fest: „Nachhaltige Mobilität beinhaltet die gleichwertige Betrachtung aller Verkehrsmittel: vom Fußgänger bis zum Bahnfahrer.“

Die Unternehmen B+K und W&H beteiligen sich zusammen mit Wissenschaftler Gumbert am Klimaforum. An ihrem Thementisch wird provokant gefragt, ob „Plastik (-verpackung) nur Teufelszeug“ ist. Die beiden Lengericher Firmen nehmen für sich in Anspruch, dass Nachhaltigkeit bei ihnen einen großen Stellenwert einnimmt. „Flexible Verpackungen helfen Rohstoffe zu schonen, Energie zu sparen und den CO-Ausstoß zu reduzieren. Wie das geht, zeigen wir beim Klimaforum.“

Möglichst konkret soll es bei den „Klimaschutzbürgern“ werden. Christian Böckenholt (Energieland 2050 vom Kreis Steinfurt), Dr. Heide Heising (Stadt Lengerich ) und die „Klimaschutzbürgerin“ Angrit Krumme aus Lienen wollen mit den Teilnehmern an ihrem Tisch diskutieren, was jeder einzelne in Sachen Klimaschutz tun kann.

Die Landwirtschaft wird an gleich zwei Thementischen eine Rolle spielen. Frank Osterhaus (Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins) und Stefan Höcker (Landwirt und Direktvermarkter) erläutern, was für sie „regional“ heißt, geben Einblicke ins bäuerliche Leben und sagen „Hier produziert, vor Ort gekauft = Klima geschützt“.

„100 Prozent ökologische Landwirtschaft – sinnvoll oder Wunschdenken?“ Diese Frage diskutieren Dr. Jörn Krämer (Westfälisch Lippischer Landwirtschaftsverband) und Raimund Bäumer (Biolandwirt aus Tecklenburg).

Die Besucher können sich nach eigenen Interessen entscheiden, an welchen Thementischen sie zuhören und sich auch einbringen wollen. Ein Wechsel zu einem anderen Tisch, betonen die Organisatoren, sei jederzeit möglich. Es gibt bis zu einer „kreativen Mittagspause“ zwei 45-minütige Gesprächsrunden an den Tischen. Die interessantesten Erkenntnisse sollen von 13.30 bis 14.15 Uhr mit Experten diskutiert werden. Zudem werden Ergebnisse an Stellwänden präsentiert.

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