Kläranlage soll vierte Reinigungsstufe bekommen
Mit modernen Filtern gegen Mikroplastik

Lengerich -

Mikroplastik und Rückstände von Medikamenten im Abwasser, das sind Gründe, warum Lengerichs Kläranlage eine vierte Reinigungsstufe bekommen soll. Die Stadt will das Vorhaben zu einem erheblich Teil mit Fördergeldern finanzieren.

Donnerstag, 07.11.2019, 18:22 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 18:30 Uhr
In der Kläranlage am Poolweg in Stadtfeldmark wird, so der Plan der Stadt, bald viel investiert und gebaut.
In der Kläranlage am Poolweg in Stadtfeldmark wird, so der Plan der Stadt, bald viel investiert und gebaut. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Lengerichs Kläranlage soll eine vierte Reinigungsstufe bekommen. Deren Aufgabe wird es unter anderem sein, Mikroplastik und Medikamentenrückstände aus den Abwässern zu filtern. Läuft es so wie von der Verwaltung geplant, könnte mit der baulichen Umsetzung des Vorhabens etwa im Februar oder März 2021 begonnen werden, sagt der städtische Beigeordnete Frank Lammert .

Eine Machbarkeitsstudie habe bereits vor einiger Zeit offenbart, dass in dem Werk in Stadtfeldmark Handlungsbedarf bestehe. Hintergrund sind nach den Worten von Lammert zu erwartende schärfere Anforderungen, wenn es um die Verlängerung der Einleitungserlaubnis gehe. Somit wäre zu erwarten, dass nach der Inbetriebnahme der neuen Reinigungsstufe weniger Schadstoffe in den Aabach geraten.

Die nötigen Flächen für die Erweiterung hat die Stadt bereits erworben. Ende des Jahres soll ein Antrag auf finanzielle Unterstützung an die Bezirksregierung gehen. „Noch gibt es 70 Prozent Förderung“, betont Lammert. Auch das sei ein Grund zum Handeln, denn wie lange dieses hohe Niveau noch gehalten werde, sei unsicher. Und da es um ein Millionen-Euro-Projekt geht, steht auch eine Menge Geld für die Stadt auf dem Spiel.

Um mit dem Antrag Erfolg zu haben, müsse dargelegt werden, dass die geplante Maßnahme „sinnvoll und notwendig ist“. Erste Gespräche dazu habe man bereits geführt; Lammert sieht das Vorhaben „auf einem Weg“. Mit einer Entscheidung rechnet er im zweiten Quartal 2020. Fließt das Geld, werde es dann in die konkrete Genehmigungsplanung gehen.

Da auch Teile der Abwässer aus Lienen und Tecklenburg in die Lengericher Kläranlage fließen, werden sich auch diese beiden Kommunen entsprechend der anfallenden Menge finanziell an dem Projekt beteiligen.

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