Leiterwechsel bei der Musikschule
Zum Abschied eine klare Botschaft

Lengerich -

An der Musikschule Tecklenburger Land steht ein wichtiger Personalwechsel bevor. Leiter Werner Biedenkapp geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Jetzt verabschiedete er sich in der Zweckverbandsversammlung.

Donnerstag, 14.11.2019, 18:24 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 09:26 Uhr
Lengerichs Bürgermeister Wilhelm Möhrke (2. von links) dankte stellvertretend für die Zweckverbandskommunen Reinhard Kemper (links) dafür, dass er die Sitzungen der Verbandsversammlung geleitet hat, und Werner Biedenkapp für seine Arbeit als Leiter der Musikschule. Ihm folgt mit dem Jahreswechsel Stefanie Bloch.
Lengerichs Bürgermeister Wilhelm Möhrke (2. von links) dankte stellvertretend für die Zweckverbandskommunen Reinhard Kemper (links) dafür, dass er die Sitzungen der Verbandsversammlung geleitet hat, und Werner Biedenkapp für seine Arbeit als Leiter der Musikschule. Ihm folgt mit dem Jahreswechsel Stefanie Bloch. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Offiziell wird es erst zum Jahreswechsel. Doch Abschiedsstimmung kam schon am Mittwochabend auf. Da tagte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Musikschule Tecklenburger Land. Für zwei wichtige Akteure war es das letzte Mal, dass sie an einer solchen Sitzung teilnahmen. Der Vorsitzende des Gremiums, Reinhard Kemper , macht Schluss. Und Werner Biedenkapp , seit etwa 14 Jahren Leiter des Musikschule, geht in rund sechs Wochen in den Ruhestand.

Damit endet auch so etwas wie eine Ära an der Einrichtung, war Biedenkapp doch seit 1978 an der Schule tätig. „Erst mit ein paar Stunden als Instrumentallehrer, dann bekam ich nach ein paar Jahren eine halbe Stelle“, erzählt er im Gespräch mit den WN. Später wurde er zunächst stellvertretender Leiter, bevor er schließlich den Chefposten übernahm.

Seinen Abschied von den Mitgliedern der Verbandsversammlung nutzte der 67-Jährige, um Grundsätzliches zur Bedeutung von Musik und Musikschulen zu sagen. Musik, so der Noch-Leiter, sei essenziell für das menschliche Zusammenleben, sei Bindeglied zwischen den verschiedenen Kulturen und fördere den Respekt vor dem Anderssein anderer. Gerade in Zeiten, in denen „Hass und Hetze wieder zunehmen“, sei das wichtig.

Auch für den Einzelnen könne Musik ein wichtiger Faktor bei der Persönlichkeitsbildung sein. Faktoren wie Disziplin und Leistungsbereitschaft, aber auch die Förderung von Empathie, Fantasie und Sensibilität gingen einher mit dem Musizieren und Singen. Biedenkapp betonte, dass man Musik natürlich auch nicht überhöhen sollte, doch es sei wichtig, sich die genannten Dinge ab und an einmal vor Augen zu führen.

Die Nachfolgefrage ist bereits vor einigen Wochen geklärt worden. Mit Stefanie Bloch übernimmt zum neuen Jahr jemand, der wie Biedenkapp über ein erhebliches Maß an „Stallgeruch“ verfügt. Seit rund 30 Jahren ist die 54-Jährige an der Musikschule tätig. Sie hat Musik und Musikwissenschaften studiert und kann Oboe, Saxofon, Blockflöte und Klavier unterrichten. Dass die Wahl auf sie gefallen ist, nannte Werner Biedenkapp „eine gute Entscheidung“.

Lengerichs Bürgermeister Wilhelm Möhrke dankte dem scheidenden Musikschulleiter für dessen Arbeit. Dabei betonte Möhrke, dass bei Diskussionen über die Einrichtung „oft übers Geld“ gesprochen worden sei. „Für die Qualität hast du dann gesorgt“, so der Bürgermeister Richtung Biedenkapp.

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