Konferenz für Wasserstoff-Mobilität in der Gempt-Halle
Der Kreis will groß einsteigen

Lengerich -

„Treibstoff der Zukunft – (grüner) Wasserstoff mobilisiert den ländlichen Raum“, unter diesem Titel hat am Donnerstag in der Gempt-halle eine Konferenz mit rund 220 Teilnehmern stattgefunden. Initiatoren waren der Kreis und die Energie-Agentur NRW.

Freitag, 15.11.2019, 05:25 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 05:30 Uhr
Silke Wesselmann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz beim Kreis Steinfurt.
Silke Wesselmann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz beim Kreis Steinfurt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Allein schon die Resonanz war für Silke Wesselmann ein Erfolg. 220 Teilnehmer hatten sich für die Konferenz „Treibstoff der Zukunft – (grüner) Wasserstoff mobilisiert den ländlichen Raum“ am Donnerstag in der Gempt-Halle angemeldet. Dazu hatte der Kreis zusammen mit der Energie-Agentur NRW eingeladen. Wesselmann war als Leiterin des Amtes für Klimaschutz federführend am Zustandekommen der Veranstaltung beteiligt.

Der Kreis ist, wie berichtet, eine von drei Wasserstoff-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Ein Auslöser, in diesem Bereich verstärkt aktiv zu werden, so Wesselmann, sei die Tatsache, dass für viele Bürgerwindanlagenbetreiber bald die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelten Erlöse wegfielen. Deshalb gelte es neue Geschäftsfelder zu entwickeln; die Idee sei, Wasserstoff als Speichermedium für den produzierten Strom zu nutzen.

Weil das offenbar ein Thema ist, das viele in der Branche umtreibt, waren am Donnerstag nicht nur Bürgermeister, Politiker, Verwaltungsleute und Unternehmer aus dem Kreis und der Region in Lengerich dabei, sondern auch eine Reihe von Gästen von der Küste, etwa aus Lübeck.

Zielsetzung der Konferenz sei es gewesen, so die Amtsleiterin weiter, Akteure kennenzulernen und zu vernetzen, den Kreis in den Fokus von Fachleuten und Unternehmen zu rücken und natürlich auch Impulse zu geben für weitere Schritte in Richtung Nutzung von Wasserstoff.

Ihren Worten zufolge soll im Mai 2020 für den Kreis ein „Feinkonzept“ zu dem Thema vorliegen. Verbunden ist das offenbar mit ambitionierten Vorhaben. Bereits in fünf Jahren, kündigte Wesselmann an, könnten erste Projekte realisiert sein. Demnach ist es denkbar, eine Buslinie im Kreis mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen zu bedienen oder aber auf der Strecke der Tecklenburger Nordbahn, die zwischen Recke und Osnabrück wiederbelebt werden soll, wasserstoffbetriebene Personenzüge rollen zu lassen.

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