DRK zeichnet 60 Blutspender aus und macht auf Notstand aufmerksam
Uneigennützige Lebensretter

Lengerich -

„Geben Sie Ihre positive Erfahrung des Blutspendens unbedingt weiter an Ihre Familien, Freunde und Arbeitskollegen,“ appellierte Achim Glörfeld an die verdienten Blutspender. „Das Spendenaufkommen wird durch den demografischen Wandel geringer. Immer weniger Menschen sind bereit, Blut zu spenden – wir können tatsächlich von einem Notstand sprechen“, meinte er.

Freitag, 15.11.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 17:18 Uhr
Die Blutspender auf dem oberen Bild haben mindesten 60 Mal gespendet. Auf dem unteren Foto sind diejenigen zu sehen, die bisher 25 oder 50 Mal etwas von ihrem eigenen Blut für andere Menschen zur Verfügung gestellt haben.
Die Blutspender auf dem oberen Bild haben mindesten 60 Mal gespendet. Auf dem unteren Foto sind diejenigen zu sehen, die bisher 25 oder 50 Mal etwas von ihrem eigenen Blut für andere Menschen zur Verfügung gestellt haben. Foto: Gernot Gierschner

Bis zu vier Mal im Jahr kann ein gesunder Mensch Blut spenden. Der DRK-Ortsverein Lengerich ehrte am Donnerstagabend in einer Feierstunde Menschen, die bis zu 125 Mal einen Teil ihres Blut gespendet haben – also seit über 30 Jahren Spender sind. Das sei „ein großartiger Dienst an der Gesellschaft, der eine besondere Würdigung verdient“, brachte es Vorsitzender Achim Glörfeld auf den Punkt.

Insgesamt wurden jetzt 60 Frauen und Männer mit Urkunde und Ehrennadel geehrt – darunter Thomas Hübsch und Friedel Snethkamp, die sage und schreibe 125 Mal für andere Menschen gespendet haben.

Erste Bluttransfusion 1492

In seinem Vortrag ging Achim Glörfeld weit zurück in die Geschichte der Bluttransfusion. 1492 soll dem sterbenden Papst Ignatius das Blut dreier Kinder eingeflößt worden sein – mit tödlichem Ende für alle Beteiligten. Erst als man den Aufbau und die Zusammensetzung von Blut erforscht hatte, gelangen ab 1825 Blutübertragungen mit positiven Ausgang. Das Deutsche Rote Kreuz bautet ab 1951 seinen Blutspendedienst auf. „Wurde zunächst nur eine Blutspende pro 1000 Menschen in Deutschland benötigt, sind es heute 60 Spender pro 1000 Einwohner“, sagte Achim Glörfeld. Dieser Umstand sei dem Fortschritt der Medizintechnik und den viel häufiger durchgeführten und komplizierteren Operationen geschuldet.

Positive Erfahrung weitergeben

„Geben Sie Ihre positive Erfahrung des Blutspendens unbedingt weiter an Ihre Familien, Freunde und Arbeitskollegen“, appellierte Glörfeld und fuhr fort: „Das Spendenaufkommen wird durch den demografischen Wandel geringer. Immer weniger Menschen sind bereit, Blut zu spenden – wir können tatsächlich von einem Notstand sprechen.“

Mindestens zwölf Mal im Jahr bittet das Team um den Blutspendenbeauftragten Robert Peters zur Spende in und um Lengerich. Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Die nächsten Blutspendetermine sind: in der Realschule Lengerich am 19. November, in der Grundschule Hohne am 26. November, im Stiftshof in Leeden am 5. Dezember.

Der DRK-Ortsverein weist auf die neuerdings bestehende Ausweispflicht bei Blutspenden hin. Dies kann entweder ein Personalausweis, ein Reisepass oder ein Führerschein sein.

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