Kreissynode verabschiedet Etat 2020
Überschuss geht an die Gemeinden

Lengerich -

Das Geld hat am Montag die entscheidende Rolle im Martin-Luther-Haus gespielt. Dort tagte die Synode des Kirchenkreises. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der Etat für das kommenden Jahr.

Dienstag, 26.11.2019, 05:14 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 05:20 Uhr

Um 4,1 Prozent oder rund 427 000 Euro auf 10,8 Millionen Euro steigt der Finanzbetrag, der im nächsten Jahr dem Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg zur Verfügung steht. Dem umfangreichen Zahlenwerk stimmte die Kreissynode am Montagnachmittag im Lengerich bei einer Enthaltung zu.

Eine gute Nachricht für die 17 Kirchengemeinden im Kirchenkreis: Der Überschuss aus dem Haushaltsjahr 2018 soll komplett an die Kirchengemeinden weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich um einen Betrag von 856 048,11 Euro. Der Großteil davon kommt aus Mehreinnahmen aus den Einnahmen der Kirchensteuer von 783 042,82 Euro.

Marlies Beckemeyer riet dazu, die derzeit noch auskömmliche Lage bei den Kirchensteuereinnahmen zu nutzen, um „Vorsorge zu treffen, um den Auftrag der Kirche auch zukünftig verlässlich wahrnehmen zu können“. Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren, so die Verwaltungsleiterin, werde sich in dieser Form nicht fortsetzen. Ein Rückgang bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer gehe einher mit einer rückläufigen Zahl an Gemeindegliedern. Im vergangenen Jahr traten in den 17 Gemeinden rund 700 Gläubige aus der evangelischen Kirche aus.

Erstmals ist ein Haushaltplan des Kirchenkreises nach den Regeln des NKF (Neues Kirchliches Finanzmanagement) aufgestellt worden – was bei der Synode zu zahlreichen Nachfragen führte. Insbesondere die Aufwendungen für die gemeinsame Verwaltung der Kirchenkreise Tecklenburg, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Münster wurden intensiv diskutiert.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob sich der Kirchenkreis Tecklenburg an der Bildung einer Investitionsrücklage für die gemeinsame Verwaltung beteiligen soll. Dabei geht es um einen Betrag von 78 900 Euro pro Jahr. Aus Reihen der Synodalen gab es Kritik an dieser „Investition in Steine“. Pfarrer Torsten Böhm (Lengerich) stellte fest, dass „Ehrenamtliche immer mehr machen sollen, aber irgendwann gibt´s nicht mehr genug für die vielen Aufgaben“.

Auch wenn Superintendent André Ost unmissverständlich erklärte, „wir müssen mit weniger auskommen, daran führt kein Weg vorbei“, beschloss die Synode eine zeitliche Begrenzung für diese Investitionsrücklage. Auf Antrag der Pfarrer Reinhard Lohmeyer (Ibbenbüren) und Harald Klöpper (Lengerich) wird der Betrag von 78 900 Euro jährlich zunächst nur über einen Zeitraum von fünf Jahren fließen. Dann soll neu entschieden werden.

Das neue Verwaltungsgebäude soll nach derzeitigem Stand der Planung im September 2020 bezogen werden. Im Haushaltsjahr 2018 hatte jeder der drei Kirchenkreise gut eine Million Euro für die Realisierung des Projekts bereitgestellt.

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