Stadtverwaltung plant Gebührenerhöhungen
47,8 Prozent mehr für den Bioabfall

Lengerich -

Teurer werden soll nach dem Willen der Verwaltung 2020 die Müllabfuhr und die Straßenreinigung. Besonders deutlich fällt die geplante Anhebung beim Bioabfall aus – im Schnitt geht es um ein Plus von 47,8 Prozent.

Dienstag, 26.11.2019, 13:00 Uhr
Je nach Tonnengröße sollen jährlich höhere Kosten zwischen 16,80 Euro und 49,08 Euro beim Biomüll anfallen..
Je nach Tonnengröße sollen jährlich höhere Kosten zwischen 16,80 Euro und 49,08 Euro beim Biomüll anfallen.. Foto: Gunnar A. Pier

Erteilt der Stadtrat Mitte Dezember seine Zustimmung, müssen die Lengericher im nächsten Jahr mehr Geld für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung bezahlen. Das geht aus den Vorlagen für Rat und Fachausschüsse hervor. Besonders hoch fällt die geplante Gebührensteigerung bei den Bioabfalltonnen aus: Im Durchschnitt liegt sie bei 47,8 Prozent.

Diesen ungewöhnlichen Kostensprung begründet die Verwaltung mit einem „Formelfehler“. „Im Jahr 2017 ist die Gebührenkalkulation dahingehend umgestellt werden, dass auch ein Teil der Kosten für die Grünabfälle in die Gebühr für die Bioabfälle geflossen ist, der Kostenanteil ist aber durch einen Übertragungsfehler nicht in die Berechnung der Bioabfallgebühr eingeflossen, so dass die Gebühr zu gering berechnet wurde. Dies muss jetzt korrigiert werden.“

In barer Münze heißt das, dass 2020 für den 80-Liter-Grünabfallbehälter 67,32 Euro bezahlt werden sollen – ein Plus von 16,80 Euro. Bei der 120-Liter-Tonne sind es 81,36 Euro (plus 24,96 Euro) und bei der 240-Liter-Tonne 123,48 Euro (plus 49,08 Euro).

Wesentlich geringer sind die vorgesehenen Kostensteigerungen beim Restmüll. Je nach Größe der Tonne sollen zwischen 1,80 Euro (40 Liter) und 10,92 Euro (240 Liter) jährlich fällig werden. Laut Verwaltung beläuft sich der Anstieg im Schnitt auf 6,6 Prozent.

Um einen ähnlichem Umfang – durchschnittliches Plus von 6,87 Prozent – geht es bei der Straßenreinigung. Am günstigsten wird an Anliegerstraßen (Tarif I) gesäubert, wo 1,26 Euro pro Jahr und Meter fällig werden sollen. Maximal zu zahlen sind, so der Vorschlag der Verwaltung, 4,94 Euro in der Fußgängerzone.

Als Ursachen für die vorgesehenen Gebührenerhöhungen werden gestiegene Personalkosten und Investitionen in den Fuhrpark (Straßenreinigung) angeführt beziehungsweise – abseits des „Formelfehlers“ – teurere Deponiegebühren des Kreises sowie des Abfuhrunternehmens und der Grünannahme (Abfall).

Mit Straßenreinigung und Müllabfuhr dürfen Kommunen keinen Gewinn machen, aber es muss zugleich kostendeckend gearbeitet werden.

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