Ausstellung „Weihnachten to go“
Kunst oder Kitsch oder was?

Lengerich -

Ab Samstag, 30. November, wird im Kunstraum eine Ausstellung, wie sie Lengerich noch nicht gesehen. Davon zumindest zeigen sich die Macher überzeugt. Bei „Weihnachten to go“ liegen Kunst und Kitsch auf jeden Fall eng beieinander.

Donnerstag, 28.11.2019, 19:00 Uhr
Einen Heidenspaß haben Eddy Pinke und Mechthild Komesker-Wörmann an der neuen Ausstellung im Kunstraum 3.
Einen Heidenspaß haben Eddy Pinke und Mechthild Komesker-Wörmann an der neuen Ausstellung im Kunstraum 3. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Mechthild Komesker-Wörmann und Eddy Pinke freuen sich schelmisch. Seit vier Jahren organisieren sie Ausstellungen im Kunstraum 3 in der Bahnhofstraße. Am Samstag, 30. November, wird die mittlerweile 22. eröffnet. Und die ist sicher etwas ganz Besonderes. „ Weihnachten to go“ soll irritieren und provozieren, Spaß machen und Aufmerksamkeit schaffen, zur Diskussion anregen und die Lengericher zum Kommen bewegen. Mancher, der bei der Vernissage dabei sein wird oder in den Wochen danach reinschaut, wird sich bei dem ein oder anderen Objekt vielleicht die inzwischen altbekannte Frage stellen „Ist das Kunst oder kann das weg?“.

Genau das wollen die Macher von Kopilot, eine Gruppe freier Künstler, mit der Ausstellung erreichen, sagenMechthild Komesker-Wörmann und Eddy Pinke stellvertretend. Der schnelle Blick von der Fußgängerzone in den Kunstraum gibt bereits einen ersten Eindruck. Auf dem Boden sind zahlreiche rote Nikolausmützen drapiert. Dahinter steht ein ausrangierter Sonnenschirm, der mit einem grünen Vlies in einen zumindest eigenwilligen Weihnachtsbaum umfunktioniert worden ist. Eispackungen und eine Luftmatratze, blinkende Lichterketten und ein Obstbaumnetz – es finden sich zahlreiche weitere Gegenstände, die man nicht auf Anhieb mit einer Kunstausstellung verbinden würde. Manches ist schlicht kitschig und auch so gewollt, anderes soll die Konsumgesellschaft infrage stellen. Letztendlich bleibt es aber dem Betrachter überlassen, sich auf all das einen Reim zu machen.

Eddy Pinke spricht von einer „wunderbaren Ausstellung“ und davon, dass es so etwas „in Lengerich sicher noch nicht gegeben hat“. Nachdem in der Vergangenheit die Resonanz auf die Kunstraum-Ausstellungen meist eher bescheiden gewesen sei, hoffen er und Mechthild Komesker-Wörmann, dass sich diesmal mehr Menschen „trauen“, die Schau zu besuchen.

Eine erste Gelegenheit bietet sich morgen anlässlich der Vernissage, die um 18 Uhr beginnt. Die Macher hoffen nicht zuletzt darauf, dass so mancher Krippenmarktbesucher vorher oder nachher noch bei ihnen hereinschaut. Es wäre sicher ein Kontrast zum beschaulichen Budentreiben rund um die Stadtkirche.

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„Weihnachten to go“ ist bis zum 21. Dezember immer samstags von 11 bis 14 Uhr zu sehen. Zudem sind Ausstellungsbesuche nach Vereinbarung möglich (' 01 57/ 83 67 22 39 oder ' 01 73/ 28 59 712).

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