Musikschule Tecklenburger Land
Start auf einer guten Basis

Lengerich -

„Die Musikschule ist gut aufgestellt.“ Davon ist Werner Biedenkapp überzeugt. Seit 15 Jahren leitet er die Zweckverbands-Einrichtung, am Jahresende ist Schluss. Der 67-Jährige geht in den Ruhestand. Den Taktstock in der Musikschule übernimmt Stefanie Bloch. Sie kennt das Haus aus dem Effeff, gibt sie doch seit 30 Jahren dort Unterricht.

Mittwoch, 04.12.2019, 06:27 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 06:30 Uhr
Werner Biedenkapp übergibt zum Jahresende den Taktstock für die Leitung der Musikschule an Stefanie Bloch. Anders ausgedrückt: Die Oboistin übernimmt die Aufgaben, die bislang auf dem „Notenblatt“ des Gitarristen standen.
Werner Biedenkapp übergibt zum Jahresende den Taktstock für die Leitung der Musikschule an Stefanie Bloch. Anders ausgedrückt: Die Oboistin übernimmt die Aufgaben, die bislang auf dem „Notenblatt“ des Gitarristen standen. Foto: Michael Baar

In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Musikschule stabilisiert, stehe gut da und sei in der Öffentlichkeit akzeptiert, fasst der scheidende Leiter seine Eindrücke zusammen. Insbesondere im Bereich der Kooperationen – „ob mit Kindergärten, Schulen, Kirchen oder Senioren“ – seien große Fortschritte gemacht worden, bilanziert Werner Biedenkapp . Begonnen habe das alles vor gut zehn Jahren mit der ersten Bläserklasse am Hannah-Arendt-Gymnasium.

Eine Einschätzung, die von Stefanie Bloch geteilt wird. Die 54-Jährige sieht eine gute Basis für die weitere Entwicklung der Musikschule gelegt. Damit meint sie nicht nur die steigende Zahl von Auftritten – rund 50 sind es im Jahr –, sondern auch die Projektarbeit, die in den vergangenen Jahren forciert worden ist. „Wir wollen die Arbeit in den Mitgliedskommunen weiter intensivieren“, sagt sie im Gespräch mit den WN .

Parallel soll die öffentliche Präsenz der Musikschule weiter gesteigert werden. Das will Stefanie Bloch nicht nur durch mehr Arbeit in den Mitgliedskommunen erreichen. Sie denkt auch an das Bespielen sozialer Medien. „Beispielsweise könnten wir auf Youtube kleine Musikfilme einstellen“, nennt sie ein Beispiel. Ob Ausschnitte von einem Konzert oder kurze Filmsequenzen von der Arbeit in der Musikschule – „da ist vieles denkbar“, lässt sie ihren Gedanken freien Lauf.

Ein anderer Bereich, der von Werner Biedenkapp angestoßen wurde, ist das Thema Kooperationen in Richtung Tanz und Ballett. Ein erster Schritt ist unternommen worden. „Die Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen und anderen Partnern soll darunter nicht leiden, sondern ebenfalls ausgebaut werden“, beschreibt Stefanie Bloch ein weiteres Ziel.

Ein Pfund, mit dem die Musikschule wuchern kann, ist der vor gut zehn Jahren gegründete Förderverein. In diesem Punkt sind sich der Gitarrist und die Oboistin einig. Seit zwei Jahren ist Stefanie Bloch Personalrätin der Musikschule. Diese Tätigkeit wird sie zum Jahresende aufgeben.

Bislang hat sie Oboe und Klavier in der Musikschule unterrichtet. Vom Blasinstrument wird sie nicht lassen. „Das unterrichte ich weiter.“ Für den Piano-Unterricht setzt sie auf drei neue junge Lehrer. „Die sind gut, wie unsere anderen Lehrkräfte auch.“ Ein Satz, der beiden zeitgleich über die Lippen kommt.

Konzert-Oboistin

Geboren in Essen, hat Stefanie Bloch in Krefeld ihr Abitur gemacht. Düsseldorf, Köln, Münster und Dortmund waren Stationen ihres Musikstudiums. Derzeit absolviert sie ein Fernstudium Kulturmanagement an der Deutschen Managerakademie Berlin.Vor 30 Jahren hat sie, noch als Studentin, den ersten Unterricht in Lengerich erteilt. Als Kind lernte sie Blockflöte und Klavier. Mit 15 Jahren hörte sie in einem Konzert Oboenklänge und war fasziniert von diesem Instrument. Neben diesen drei Instrumenten hat sie Instrumentalpädagogik studiert. Auf der Oboe hat sie den Abschluss Konzertreife erlangt und ist durch zahlreiche Auftritte, weit über das Tecklenburger Land hinaus, bekannt geworden.

...

Dass sie mit vielen verschiedenen Menschen zurechtkommen, Schwierigkeiten erkennen und auch mal Klartext reden muss, ist ihr bewusst. „Schließlich arbeite ich ja seit 30 Jahren als Musiklehrerin, habe nicht nur Lengerich, sondern auch andere Musikschulen kennengelernt“, freut sie sich auf ihre neue Aufgabe.

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