„Vorhang auf goes Christmas“
Hoher Unterhaltungswert

Lengerich -

Am Dienstagabend hieß es wieder „Vorhang auf – Bühne frei für jedermann!“. Anlässlich des Weihnachtsspecials wechselten die Organisatoren vom Gempt-Bistro in die Halle.

Mittwoch, 18.12.2019, 18:32 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 18:58 Uhr
Die Moderatoren René Auffahrt, Christopher Niggenaber und Jendrik Peters hatten zahlreiche Mitwirkende in die Gempt-Halle eingeladen. Dazu zählten der Chor „Klangkonfetti“ (Bild) ebenso wie Stimmenimitator Hans Albrecht aus Münster und Julian Saremba, der von seiner Freundin Gesa auf der Geige begleitet wurde.
Die Moderatoren René Auffahrt, Christopher Niggenaber und Jendrik Peters hatten zahlreiche Mitwirkende in die Gempt-Halle eingeladen. Dazu zählten der Chor „Klangkonfetti“ (Bild) ebenso wie Stimmenimitator Hans Albrecht aus Münster und Julian Saremba, der von seiner Freundin Gesa auf der Geige begleitet wurde. Foto: Klaus Hartwig

300 Stühle waren dort aufgestellt und reichten doch nicht, den Publikumsandrang zu bändigen. Wer spät kam, für den blieb nur ein Stehplatz – die beste Bestätigung für den hohen Unterhaltungswert, den die Künstler immer wieder auf die Bühne bringen.

Das Moderatoren-Trio René Auffahrt , Christopher Niggenaber und Jendrik Peters begrüßte das Publikum mit „Rockin‘ around the Christmas Tree“ und führte dann in gewohnt amüsanter Manier durch das Weihnachtsspecial der Kleinkunst-Veranstaltungsreihe. Doch dieser Abend war etwas Besonderes: Mit „The Bartists“ als Show-Band und drei Sesseln, die nebeneinander aufgereiht wie ein Sofa wirkten, wurde ein Flair vermittelt, das ein wenig an alte „TV-Total“-Zeiten erinnerte. „Fehlt eigentlich nur noch, dass das Sofa so schön auf der Bühne hin und her fährt“, scherzte René Auffahrt.

Ella M, die Frau mit Gitarre und der weitesten Anreise aus Bochum, begeisterte als „ Icebreaker “ das Publikum gleich zu Beginn mit Oldies wie „Hotel California“ oder dem spanischen Lied „Porque te vas“. Julian Saremba trug gemeinsam mit seiner Freundin Gesa, die ihn auf der Geige begleitete, „Leise rieselt der Schnee“ vor, Singer-Songwriter Jannis Möller bot unter anderem Eric Claptons „Tears in heaven“ dar, Julian Prey hatte Weihnachtslieder vorbereitet, die er auf dem Keyboard spielte, und Katharina Brüger präsentierte das „Schlaflied“ aus dem Musical „Kolpings Traum“. Sie alle waren schon einige Mal bei „Vorhang auf“ dabei, hatten allerdings ihr Programm dem weihnachtlichen Anlass angepasst.

Überhaupt waren die musikalischen Darbietungen von Musicalmelodien über Trompetenklänge bis hin zu Chorgesängen an diesem Abend prägend. Einzige Ausnahme war Stimmenimitator Hans Albrecht aus Münster. Er gab überzeugende und witzige Imitationen von Horst Schlämmer inklusive lautem Grunzen, Tierfilmer Bernhard Grzimek und Sportmoderator Harry Valérien zum Besten, der anstatt eines Fußballspiels den Angebots-Montag bei Lidl kommentierte. Wer die Augen schloss, hätte fast drauf reinfallen können.

Seinem Namen gerecht wurde der Chor „Klangkonfetti“ aus Ibbenbüren. Nicht nur, dass die 15 Sänger in verschiedenen Oberteilen in knalligen Farben, die wie buntes Konfetti wirkten, auftraten. Auch hüpften sie auf der Bühne durcheinander wie die farbenfrohen Papierschnipsel. Unter der Leitung von Christina Hindersmann präsentierten die jungen Sänger ausschließlich englischsprachige Weihnachtslieder wie „That’s Christmastime to me“, die sie eigens für die Veranstaltung innerhalb von zwei Wochen einstudiert hatten.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Akkordeonorchesters „Viva Musica“ aus Everswinkel, das bereits bei der Show anlässlich des zehnjährigen Bestehens für fulminante Stimmung gesorgt hatte. Unter der Regie von Heiko Kraft zeigten die 21 Musiker, dass Akkordeon-Musik alles andere als verstaubt sein kann. Insbesondere der Dirigent sorgte mit vollem Körpereinsatz – er schwang nicht nur die Arme, sondern hockte auch mal kurzzeitig auf dem Boden oder hopste durch die Publikumsreihen, um es zum Mitklatschen aufzufordern – für beste Stimmung im Saal. Spätestens beim Weihnachtsklassiker „Mary’s Boy Child“ von Boney M. hielt es dann niemand mehr auf seinem Stuhl. Wohlweislich hatten die Organisatoren dieser Darbietung mit einer halben Stunde auch den mit Abstand meisten Platz eingeräumt. Das quittierte das Publikum sogleich mit Zugabe-Rufen. Mit „Music“ von John Miles verabschiedete sich „Viva Musica“ standesgemäß.

„Vorhang auf goes Christmas“ – eine bunte Show

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  • Foto: Klaus Hartwig
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Das Weihnachtsspecial endet schon traditionell mit Trompeter Jürgen Hackmann, der sein goldfarbenes Instrument mit einer Nikolausmütze und einem roten Schal dem Anlass entsprechend dekoriert hatte. Nach „Es ist ein Ros’ entsprungen“ stimmte er wie jedes Jahr als allerletztes Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ an und entließ damit das Publikum beschwingt in die letzte Adventswoche.

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