Lengerich Marketing GmbH gewinnt City-Management-Ausschreibung
Die Bürger mit ins Boot holen

Lengerich -

Die Lengerich Marketing GmbH hat die europaweite Ausschreibung fürs City-Management in der Stadt gewonnen. Ab 1. Februar wird Michael Rottmann als City-Manager seine Arbeit aufnehmen. Neben einer Bestandsaufnahme sind wöchentliche offene Sprechstunden geplant.

Dienstag, 07.01.2020, 05:04 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 05:10 Uhr
Michael Rottmann (Mitte) wird City-Manager in Lengerich. Das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung erläuterten am Montagnachmittag (von rechts) Christian Mindrup (Vorsitzender der WGL), Frank Lammert (Vorstand Bürgerstiftung Gempt), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Bärbel Brengelmann-Teepe (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Reiher (CDU), Detlef Dowidat (Offensive Lengerich), Jens Imorde (Städtenetzwerk NRW) und Jürgen Kohne (Wirtschaftsförderer der Stadt).
Michael Rottmann (Mitte) wird City-Manager in Lengerich. Das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung erläuterten am Montagnachmittag (von rechts) Christian Mindrup (Vorsitzender der WGL), Frank Lammert (Vorstand Bürgerstiftung Gempt), Bürgermeister Wilhelm Möhrke, Bärbel Brengelmann-Teepe (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Reiher (CDU), Detlef Dowidat (Offensive Lengerich), Jens Imorde (Städtenetzwerk NRW) und Jürgen Kohne (Wirtschaftsförderer der Stadt). Foto: Michael Baar

Das Ziel ist klar: Die Innenstadt attraktiver machen und beleben. Verantwortlich dafür ist die Lengerich Marketing GmbH. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung. City-Manager wird Michael Rottmann , der Manager der Gempt-Halle bleiben wird.

Los gehen soll‘s am 1. Februar mit der Arbeit. Eine der ersten Aktionen wird die Einrichtung einer Sprechstunde sein. „An zwei halben Tagen in der Woche sollen Bürger die Möglichkeit haben, ihre Ideen zur Gestaltung und Entwicklung der Stadt zu äußern“, beschreibt Michael Rottmann die Intention dieses Angebotes. Damit nicht genug. „Es geht auch darum, die Bürger mit in die Verantwortung zu nehmen“, betont Bärbel Brengelmann-Teepe .

In einem ist sich das Ratsmitglied der Grünen mit ihrem CDU-Kollegen Klaus Reiher einig: Bei jedem Schritt müssen die Bürger mitgenommen werden, ihnen Inhalte erklärt werden und ebenso, dass nicht alles von jetzt auf gleich umgesetzt werden kann. Wenn daraus resultiert, dass „die Bürger ihre Stadt positiv annehmen, ist schon viel gewonnen“, ergänzt Michael Rottmann.

Dass sich die Lengerich Marketing GmbH gegen mehrere Bewerber durchgesetzt hat, freut Bürgermeister Wilhelm Möhrke. „So ist viel Sachkenntnis zur Stadt gleich beim Start vorhanden.“ Auch Jens Imorde vom Städtenetzwerk NRW sieht darin Vorteile. „Klassisch läuft es so, dass sich eine Agentur durchsetzt, für drei Jahre einen Mann einen Tag in der Woche in die Stadt schickt und nach drei Jahren ist alles vorbei.“ Wobei sich der Zeitrahmen auf die Förderdauer bezieht.

Im gleichen Atemzug warnt er davor, im City-Management eine „eierlegende Wollmilchsau zu sehen, bei der alles abgeladen werden kann, was andere nicht machen wollen“. Eine Innenstadt umzugestalten gelinge nicht in zwei Jahren.

Diese Ansicht teilt Michael Rottmann. Der City-Manager beschreibt das geplante Vorgehen ab dem 1. Februar: Aufbereitung des Status Quo in Bezug auf Funktionen (Dienstleister, Einzelhandel, Leerstände und so weiter); Bürger-Sprechstunden; Kick-off-Veranstaltung zur Information, Ideensammlung und Gründung einer Arbeitsgruppe von interessierten und aktiven Akteuren; Vorbereitung der möglichen Einrichtung eines Fassadenprogramms und/oder eines Verfügungsfonds (was eine finanzielle Beteiligung und einen politischen Beschluss des Stadtrats voraussetzt), Erarbeitung von Richtlinien sowie Aufbau geeigneter Kommunikationsmittel.

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Angesiedelt wird das City-Management in einem eigenen Büro im Haus Münsterstraße 19. Das City-Management wird zu 50 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln des Landes gefördert.      | Kommentar

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