Grünfläche vor der Stadtverwaltung
Politik beschneidet Pläne

Lengerich -

Mehr Grün, Sitzgelegenheiten, eine Rutsche: Die Stadtverwaltung hat viele Ideen, wie die Grünfläche vor dem Haus attraktiver gestaltet werden könnte. Das kostet allerdings, mit 35 000 Euro wird kalkuliert. Zu viel, befindet der Stadtrat. Jetzt kommen zwei Bänke und eine Liege.

Mittwoch, 08.01.2020, 06:20 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 06:30 Uhr
Die Verwaltung will die Aufenthaltsqualität auf der Grünfläche vor ihren Gebäuden steigern. Den Ratsfraktionen sind die vorgestellten Pläne zu teuer. Sie bewilligen statt der erhofften 20 000 Euro nur 4000 Euro für die Gestaltung. Davon sollen zwei Bänke und eine Liege angeschafft werden.
Die Verwaltung will die Aufenthaltsqualität auf der Grünfläche vor ihren Gebäuden steigern. Den Ratsfraktionen sind die vorgestellten Pläne zu teuer. Sie bewilligen statt der erhofften 20 000 Euro nur 4000 Euro für die Gestaltung. Davon sollen zwei Bänke und eine Liege angeschafft werden. Foto: Michael Baar

Ergänzung der Heckenstruktur, Anlage von zwei Staudenbeeten mit einer Einfassung aus Corten- oder Edelstahl, zwei Hochbeete aus Sandstein, Pflanzung einer Gruppe Obstbäume auf einer herzurichtenden Blühwiese sowie Aufstellen von diversen Sitzgelegenheiten und einer Liege. Keine Frage, die Stadtverwaltung hat sich Gedanken gemacht, wie die Grünfläche – auf der das Portal des alten Bethania-Krankenhauses steht – attraktiver gestaltet werden könnte.

Nur hat sie die Rechnung ohne die Politik gemacht. Die veranschlagten 35 000 Euro stoßen den Ratsfraktionen sauer auf. Angesichts der zu bewältigenden großen und vor allem teuren Aufgaben – unter anderem Neubau der Gesamtschule und einer Feuer- und Rettungswache – finden die Ideen der Verwaltung für eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in diesem Bereich keine Zustimmung.

„Klein anfangen und in den nächsten Jahren peu a peu ergänzen“, schlägt Sozialdemokrat Björn Schilling vor. Klaus Reiher (CDU) plädiert dafür, statt Spielgeräten einfach Sitzgelegenheiten zu installieren.

Für eine „kleine Lösung“ spricht sich auch Jens Kröger aus. Der Fraktionsvorsitzende der FDP erinnert in diesem Zusammenhang an ein von seiner Fraktion gegebenes Versprechen: „Die Zusage, eine Bank oder ähnliches zu finanzieren, steht nach wie vor.“ Dabei gehe es um einen Betrag von 200 oder 300 Euro. Wenn sich die anderen Fraktionen beteiligen, „könnte eine Bank damit finanziert werden“, ist er sicher.

„Zwei Bänke reichen“, stellt Anne Engelhardt fest. Die Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fragt sich zudem, „wer sich vor der Verwaltung auf eine Liege legt?“. Für die von der Verwaltung angedachte Rutsche auf dem Areal sollten Sponsoren gesucht werden, „oder man lässt es“.

Immerhin: Die geplanten Anpflanzungen sollen vorgenommen werden. 15 000 Euro sind für die Begrünung vorgesehen. Doch statt der 20 000 Euro für die Ausstattung der Fläche werden von der Politik nur 4000 Euro bewilligt.

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