Bürgermeister-Rede beim Neujahrsempfang
Globales und Lokales verknüpft

Lengerich -

Rund 300 Gäste haben am Mittwoch am Neujahrsempfang von Stadt, WGL und „Offensive“ teilgenommen. Bürgermeister Wilhelm Möhrke war der Redner des Abends.

Donnerstag, 09.01.2020, 15:24 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 16:08 Uhr
Nachdem Bürgermeister Wilhelm Möhrke seine Rede gehalten und Vivienne Herter ihren musikalischen Auftritt absolviert hatte, versammelten sich die Gäste im großen Hallenteil zu Gesprächen und Getränken.
Nachdem Bürgermeister Wilhelm Möhrke seine Rede gehalten und Vivienne Herter ihren musikalischen Auftritt absolviert hatte, versammelten sich die Gäste im großen Hallenteil zu Gesprächen und Getränken. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Zunächst ein Blick in die Geschichte, um dann auf Gegenwart und Zukunft überzuschwenken. Bürgermeister Wilhelm Möhrke hat am Mittwochabend beim Neujahrsempfang von Stadt, Werbegemeinschaft und „Offensive“ einen thematischen Parforceritt unternommen, um zu verdeutlichen, welche Bedeutung aus seiner Sicht insbesondere Klimawandel und Digitalisierung haben. Ihm hörten in der Gempt-Halle rund 300 Gäste zu.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Vivienne Herter . Sie umrahmte die Rede des Bürgermeisters mit drei Liedern. Darunter war auch der Song „Shallow“ – im Original von Lady Gaga und Bradley Cooper –, in dem gleich zu Beginn die Frage gestellt wird „Are you happy in this modern world?“ (Bist du glücklich in dieser modernen Welt?). Es war wohl Zufall, dass diese Zeile gut zu dem passte, was Möhrke zuvor gesagt hatte.

Nachdem er zu Beginn den lokalen und globalen Wandel während der vergangenen rund 200 Jahre vom agrarisch geprägten Leben über die industrielle Revolution bis hin zur modernen Konsumgesellschaft beschrieben hatte und dabei deutlich machte, dass Lengerich bereits durch die Mechanisierung erleben musste, wie radikal und schnell sich Lebensumstände ändern können – er zitierte einen preußischen Beamten, der 1860 schrieb, dass Not und Elend in Lengerich „reichlich vorhanden“ gewesen seien –, ging es hin zu aktuellen Entwicklungen. In kurzen Einspielern wurde zum einen auf die Hightech-Werkstatt „Fablab“ verwiesen, von der Stadt und W & H, wie berichtet, einen Ableger in Lengerich schaffen wollen, zum anderen eine Umfrage unter Lengerichern gezeigt, die ihre Meinungen zum Thema Digitalisierung äußerten, und Bilder vom Klimaforum, das Anfang November in der Gempt-Halle stattfand.

Möhrke warb dafür, „intelligente Lösungen“ für bestehende Probleme zu entwickeln und die „Zukunft gemeinsam zu gestalten“. Beispiel Internet: Angesichts der Möglichkeiten, Daten zu sammeln und das Internet für Überwachungszwecke zu nutzen, müsse die Frage beantwortet werden „Wer beherrscht das Internet?“.

In Sachen Klimawandel/Umwelt äußerte sich der Bürgermeister skeptisch zum sogenannten Plastiktüten-Verbot. Als Begründung verwies er darauf, dass Papiertüten im Vergleich eine schlechtere Ökobilanz hätten. Zugleich betonte er, „auch kleine Schritte können uns weiterbringen“. Sein Appell: „Die Krise sollten wir als Chance begreifen.“

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