Neujahrskonzert in der Bodelschwingh-Kirche in Wechte
Festliche Musik – heitere Texte

Lengerich -

Ein bisschen Karl Valentin und Monty Python, aber auch Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi – das Neujahrskonzert in der Bodelschwingh-Kirche bot einen Mix aus festlicher Musik und humorvollen Texten. Verantwortlich dafür waren am Sonntagmittag Ulrike Lausberg, Jean-Christophe Robert und Superintendent André Ost.

Sonntag, 12.01.2020, 20:07 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 17:56 Uhr
Freuten sich am Sonntagmittag über einen großen Schluss-Applaus (von links): Jean-Christophe Robert, Ulrike Lausberg und Superintendent André Ost.
Freuten sich am Sonntagmittag über einen großen Schluss-Applaus (von links): Jean-Christophe Robert, Ulrike Lausberg und Superintendent André Ost. Foto: Gernot Gierschner

Zur Einstimmung am Sonntagmorgen gab es Sekt. Frühschoppen, Monty Python, geistliche Musik und Neujahrssegen in der Bodelschwingh-Kirche – es war ein interessanter Auftakt der Konzertreihe 2020 des Kirchenkreises Tecklenburg in Wechte.

Johannes Helweg-Löllmann , Vorsitzender des Trägervereins der Bodelschwingh-Kirche in Wechte, freute sich zu Beginn über gut gefüllte Kirchenbänke. Mehr als 120 Besucher hatten sich zu dem „Sonntagsereignis“ eingefunden. Wie immer bei dieser Veranstaltungsreihe wurde kein Eintritt erhoben. Johannes Helweg-Löllmann bat aber eindringlich um Spenden zur Finanzierung der Veranstaltung. Er verwies darauf, dass Jean-Christophe Robert auf Grund der Streiks in Frankreich mit dem Auto anreisen musste.

Der Oboist lebt in Paris. Bis vor Kurzem arbeitete er noch als evangelisch-reformierter Pfarrer der französischen Auslandsgemeinde in Stockholm und trat als Solo-Obist der Stockholmer Sinfoniker auf. Er ist erster Preisträger der Yehudi-Menuhin-Stiftung und unterrichtet in Paris Kammermusik.

Ulrike Lausberg (Orgel), langjährige Kantorin an der Stadtkirche in Tecklenburg, und Jean-Christophe Robert konzertieren seit zwölf Jahren miteinander und haben sich kontinuierlich ein vielseitiges Repertoire aufgebaut. Ihr Programm setzte einen klaren festlich-spirituellen Akzent mit Musik aus verschiedenen Epochen mit großen Komponisten wie Vivaldi oder Schostakowitsch. Natürlich gab es auch Klänge Ludwig van Beethovens, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal jährt.

Das Matinee-Konzert wurde bereichert durch die Lesungen von Superintendent André Ost. Er hatte zum großen Teil heitere Texte von Erich Kästner, Hans Scheibner oder Karl Valentin mitgebracht, sinnierte aber auch über die achtlose Redewendung: „Zwischen den Jahren“ und was sie für Menschen bedeutet, die in dieser Zeit zum Beispiel geboren wurden.

Es wurde nicht nur konzertiert, sondern auch gemeinsam gesungen und Superintendent André Ost erteilte allen zum Abschluss den Neujahrssegen. Tropfte der Beifall zunächst zögerlich – Darf man in einer Kirche klatschen? –, wurden die Protagonisten zum Schluss mit Applaus überhäuft. Das erforderte dann sogar noch eine Zugabe der Musiker.

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