Zahl der Einbrüche zuletzt erheblich gestiegen
Polizei ruft zu Wachsamkeit auf

Lengerich/Tecklenburg/Ladbergen -

Erst am Sonntag hat sich in Lengerich wieder ein Hauseinbruch ereignet. Weitere am Wochenende im Kreisgebiet. Polizeisprecher Reiner Schöttler sagt, dass die Zahl der Taten in den vergangenen Wochen erheblich gestiegen sei.

Dienstag, 14.01.2020, 12:53 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 13:00 Uhr
Eingeschlagene Scheiben haben Einbrecher zuletzt in Tecklenburg und Ladbergen hinterlassen.
Eingeschlagene Scheiben haben Einbrecher zuletzt in Tecklenburg und Ladbergen hinterlassen. Foto: dpa

In den vergangenen Tagen hat sich in Lengerich, Tecklenburg und Ladbergen Ähnliches abgespielt: Einbrecher drangen innerhalb recht kurzer Zeit in gleich mehrere Häuser ein, die jeweils nahe beieinanderliegen. Zufall oder Indiz dafür, dass möglicherweise Wiederholungstäter am Werk sind?

Reiner Schöttler hält sich mit Bewertungen zurück. Er wolle sich an Spekulationen nicht beteiligen, sagt der Sprecher der Polizei im Kreis Steinfurt. Lediglich zum Fall Tecklenburg gibt er ein neues Detail bekannt. Dort sei die Spurenlage so, dass die Ermittler davon ausgehen, dass es sich um eine Tätergruppe handelte, die am 23. Dezember im Bereich Herrengarten/Am Weingarten gleich vier Mal zuschlug. Ansonsten gebe es bislang keine Hinweise, die zur Aufklärung der Vorfälle beitragen könnten.

Allerdings betont Schöttler noch eines: Nachdem die Zahl der Einbrüche im Kreis über längere Zeit gesunken sei, habe es im Dezember und auch im Januar wieder erheblich mehr Taten gegeben. „Allein am Wochenende etwa zehn.“ Davon ereignete sich eine in Lengerich. Dort stellten die Bewohner eines Einfamilienhauses am Sonntag bei ihrer Rückkehr gegen 18.50 Uhr fest, dass die zum Garten liegende Küchentür offen stand. Sie riefen laut, woraufhin zwei dunkel gekleidete, circa 20 Jahre alte männliche Personen aus den Räumen in den Garten und von dort in Richtung Gluckstraße flüchteten. Das Haus war von den Dieben bereits durchsucht worden. Was entwendet worden ist, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Fahndung nach den Tätern blieb ohne Erfolg.

Der Polizeisprecher fordert die Bevölkerung auch angesichts dieses Ereignisses auf, wachsam zu sein und „die Augen aufzuhalten“.

Einigen Bürgern wird dieser Appell nicht mehr helfen. Geld und Schmuck, darauf hatten es die Unbekannten sowohl kurz vor Weihnachten in Tecklenburg abgesehen als auch am vergangenen Donnerstag in Lengerich an der Schlenkhoffstraße, der Großpeter- und der nahen Schlesierstraße. In beiden Orten kamen die Einbrecher am späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend. Mal wurde eine Terrassentür aufgebrochen oder eingeschlagen, mal die Balkontür als Zugang gewählt oder eine Fensterscheibe zertrümmert. Im Haus durchsuchten die Täter dann die Räume.

In Ladbergen wurden am 3. Januar in zwei Fällen sogar Rollläden hochgeschoben und dann Scheiben eingeschlagen. Was dort erbeutet wurde, sei zunächst nicht klar gewesen, hieß es seitens der Polizei.

Grundsätzlich, erklärt Reiner Schöttler, sei zu dieser Jahreszeit verstärkt mit Einbrüchen zu rechnen. Es werde früh dunkel, was die Annäherung an die Häuser leichter mache, in denen oft niemand da sei, weil die Bewohner noch arbeiten oder anderweitig unterwegs sind, beschreibt der Polizeisprecher das Szenario. Im Umkehrschluss heiße das, alles, was darauf hindeute, jemand ist daheim, schrecke die Täter ab. „Die Einbrecher gehen durch die Siedlungen, und schauen, wo sich nichts tut.“ Somit könnten schon Kleinigkeiten wie ein laufender Fernseher abschrecken.

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