THW Lengerich
Experte für Einsätze in aller Welt

Lengerich -

Das Ehrenzeichen in Silber des Technischen Hilfswerks (THW) wird nur selten vergeben. Jetzt hat es Wolfgang Lutterbey vom Ortsverband Lengerich erhalten. Der Bau-Ingenieur und Architekt ist seit über 20 Jahren weltweit als Helfer im Einsatz.

Dienstag, 14.01.2020, 20:23 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 20:30 Uhr
Dr. Hans-Ingo Schliwienski, Landesbeauftragter des THW, zeichnet Wolfgang Lutterbey (kleines Bild, rechts) mit dem Ehrenzeichen in Silber aus. Weitere Ehrungen gab es bei der Versammlung mit Karsten Grundmeier, Michael Papke, Hans-Ingo Schliwienski, Wolfgang Lutterbey, Janis Hilgemann, Denise Röwekämper, Klaus Hehmeier, Renate Hüttemann, André Engel und Frank Achterholt (Leiter THW-Regionalstelle Münster).    
Dr. Hans-Ingo Schliwienski, Landesbeauftragter des THW, zeichnet Wolfgang Lutterbey (kleines Bild, rechts) mit dem Ehrenzeichen in Silber aus. Weitere Ehrungen gab es bei der Versammlung mit Karsten Grundmeier, Michael Papke, Hans-Ingo Schliwienski, Wolfgang Lutterbey, Janis Hilgemann, Denise Röwekämper, Klaus Hehmeier, Renate Hüttemann, André Engel und Frank Achterholt (Leiter THW-Regionalstelle Münster).     Foto: Michael Baar

Als Dr. Hans-Ingo Schliwienski sagt, dass der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) , Gerd Friedsam, gerne gekommen wäre, aber dem ihm persönlich bekannten Jubilar herzliche Glückwünsche übermitteln lässt, wird Wolfgang Lutterbey klar, dass er in wenigen Minuten das Ehrenzeichen in Silber, die zweithöchste Auszeichnung des THW, erhalten wird. Bis zu diesem Augenblick haben die Eingeweihten dicht gehalten. „Die Überraschung ist gelungen“, freut sich Ortsbeauftragter Karsten Grundmeier.

Dass Gerd Friedsam den Termin im Bundesinnenministerium nicht verschieben konnte, wird der Geehrte verschmerzen. Ein Wiedersehen ist nicht auszuschließen. „Er war mein erster Einsatzleiter bei meinem ersten Auslandseinsatz“, erzählt der 61-jährige. Das war vor 21 Jahren in der Türkei. China, El Salvador, Algerien, Iran, Schweiz, Chile, Rumänien und Nepal – er ist weit herumgekommen, erst als technischer Leiter, zuletzt als Fachberater.

Hinzu kommen zahllose Einsätze in Deutschland. Ach ja, in Italien ist der Diplom-Ingenieur und Architekt auch im Auftrag des THW gewesen. Das war im Jahr 2018. Die entsprechende Urkunde gibt es am Montagabend. „Keine Ahnung, wo die so lange verschollen war“, schmunzelt der Landesbeauftragte Hans-Ingo Schliwienski.

14 788 Dienststunden haben die 98 Mitglieder des Ortsverbandes, darunter 23 Jugendliche, im vergangenen Jahr geleistet. „Im Rahmen des Üblichen“, kommentiert Karsten Grundmeier diese Zahl. Der Ortsbeauftragte freut sich über die gute Altersstruktur. „Vor 20 Jahren sah das noch ganz anders aus, da hatte wir sehr viele über 40 Jahren“, stellt er im Gespräch mit den WN fest.

Unter den vielen Einsätzen haben zwei besondere Freude bereitet: Im März hat der Ortsverband einen neuen Gerätekraftwagen (GKW) übernommen, im November einen Mannschaftslastwagen (MLW). Für die Jugendlichen war die Teilnahme am Bundesjugendzeltlager mit 5000 jungen THW-lern ein Höhepunkt.

Auffallend: „Im vergangenen Jahr hatten wir keinen Hochwassereinsatz“, klingt der Ortsbeauftragte etwas verwundert. „Der letzte liegt schon einige Jahre zurück“, ergänzt sein Stellvertreter André Engel nach kurzem Überlegen. Dafür gibt‘s den ersten Einsatz des neuen Jahres am 1. Januar: Baufachberater Wolfgang Lutterbey und eine Gruppe aus Lengerich unterstützen die Kameraden aus Ibbenbüren nach einer Hausexplosion. Im vergangenen Jahr ist Wolfgang Lutterbey drei Mal als Fachmann für Baustatik gerufen worden nach Bränden in Dülmen, Nottuln und im Flughafen-Parkhaus in Greven.

Ehrungen

40 Jahre: Alfred Käfer30 Jahre: Olaf Schnebeck25 Jahre: Klaus Hehmeier20 Jahre: Michael Papke, Manuel Papkezehn Jahre: Denise Röwekämper, Janis Hilgemann, Paulo KerstingEhrenzeichen in Silber: Wolfgang Lutterbey

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„Das Wichtigste im THW sind die Menschen, die da mitmachen“, unterstreicht der Landesbeauftragte. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement vermitteln sie vielen Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl, geschützt zu sein“, spricht die stellvertretende Bürgermeisterin Renate Hüttemann den Mitgliedern ein dickes Lob aus.

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