Musikschule
Freundschaft über Region hinaus

Lengerich -

Es sind intensive erste Tage für Stefanie Bloch gewesen. Nicht nur, weil das Telefon ständig geklingelt hat. Die neue Leiterin der Musikschule will „viel Präsenz zeigen“ für die Einrichtung. „In allen vier Mitgliedskommunen“, das ist der 55-Jährigen wichtig.

Mittwoch, 15.01.2020, 06:16 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 06:20 Uhr
Der Förderverein der Musikschule mit Christa Steffenmunsberg, Wolfgang Marschall, Stephanie Storch, Beatrix Sievers, Stefanie Bloch und Ulrike Lausberg verabschiedete den langjährigen Musikschulleiter Werner Biedenkapp (von links). Beim offiziellen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Wilhelm Möhrke berichtete Stefanie Bloch ihm und Fachdienstleiter Jörg Hesselmann (kleines Bild, links) über geplante Aktivitäten.
Der Förderverein der Musikschule mit Christa Steffenmunsberg, Wolfgang Marschall, Stephanie Storch, Beatrix Sievers, Stefanie Bloch und Ulrike Lausberg verabschiedete den langjährigen Musikschulleiter Werner Biedenkapp (von links). Beim offiziellen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Wilhelm Möhrke berichtete Stefanie Bloch ihm und Fachdienstleiter Jörg Hesselmann (kleines Bild, links) über geplante Aktivitäten. Foto: Michael Baar

Bei den ersten Gesprächen habe es keinesfalls nur Smalltalk gegeben. „Es waren Anfragen bezüglich Kooperationen dabei“, freut sie sich. Unter anderem an der Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg könnte es was werden mit der Einrichtung von Bläserklassen. Ein Erfolgsmodell, wie sich seit vielen Jahren am Hannah-Arendt-Gymnasium zeigt.

Neben den lokalen Kontakten hat sie ein Anruf zunächst überrascht, dann sehr erfreut. Aus dem Haus der Musik im hessischen Hanau kam die Frage, ob nicht über Pfingsten ein Konzert in Kooperation mit Ensembles der Musikschule möglich sei. „Gruppen aus Hanau sind über Pfingsten in der Jugendherberge in Tecklenburg“, erläutert sie im Gespräch mit Bürgermeister Wilhelm Möhrke. Spontan habe sie zugesagt für dieses Freundschaftskonzert.

Welche Gruppen der Musikschule letztlich in der Stadtkirche in Tecklenburg mit den Hanauern konzertieren werden, ist noch offen. Stefanie Bloch blickt weit voraus. „Wir haben zugleich die Einladung zu einem Gegenbesuch in Hanau im nächsten Jahr erhalten.“ Eine Gelegenheit, die sie nicht auslassen will, weil die Hessen viele ihrer Kooperationspartner aus ganz Europa zu diesem Event eingeladen haben.

„Das ist die Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und vielleicht mal mit einem oder mehreren Ensembles der Musikschule Auftritte außerhalb der Region zu bestreiten“, schwärmt sie. Dabei gebe es aus Hanau keine Vorgaben. „Wir könnten auch mit unserem Aushängeschild, der Busy Bee Big Band, dort auftreten.“

Beim Bürgermeister und bei Fachdienstleiter Jörg Hesselmann rennt sie dabei offene Türen ein. „Musik als Plattform für den interkulturellen Austausch nutzen“, wünscht sich Wilhelm Möhrke. Das soll gerade auch vor Ort gepflegt werden. Jörg Hesselmann begrüßt es, dass die Schulen noch mehr in den Blickpunkt der Musikschule rücken.

„Die Kommunen sollen merken, dass sie Teil der Musikschule sind“, formuliert es deren Leiterin. Ganz konkret wird das in den nächsten Monaten in jeder der vier Mitgliedskommunen geschehen. Bevor an Pfingsten das Konzert in Tecklenburg stattfindet, wird am 26. Januar in Ladbergen der Auftakt gemacht. Das Teutoburger Streicherensemble der Musikschule unter der Leitung von Marzena Helgert spielt ab 17 Uhr in der Kirche St. Christophorus. Am 2. Februar steht ein Podiumskonzert mit Lehrkräfte im Haus des Gastes in Lienen auf dem Programm. „Come fly with me“ heißt es am 29. März, wenn die Busy Bee Big Band in die Gempt-Halle einlädt.

Aus sechs Monaten sind 16 Jahre geworden

Aus sechs Monaten, die sie maximal zur Verfügung stehen wollte, sind inzwischen 16 Jahre geworden. Ulrike Lausberg ist überrascht, als sie diese Rechnung aufmacht. Bei der Gründung des Fördervereins der Musikschule Tecklenburger Land hat sie den Vorsitz übernommen – und bis heute inne.In der Mitgliederversammlung am Montagabend rückten die Regularien etwas an die Seite, weil der Förderverein Werner Biedenkapp danken wollte. Der zum Jahresende 2019 ausgeschiedene Leiter der Musikschule gehörte zu den Gründungsmitgliedern. „Wir haben viel auf die Beine gestellt, konnten uns dabei immer auf Dich verlassen, weil Du uns auch zugearbeitet hast“, beschreibt Ulrike Lausberg das gemeinsame Arbeiten.Eine Einschätzung, die Werner Biedenkapp teilt. „Das lief immer sehr gut und der Förderverein war immer eine große Hilfe“, bilanziert er. Dabei sei es nicht nur um die Anschaffung von Instrumenten gegangen, sondern auch um schulinterne Wettbewerbe, Konzerte und weitere Aktionen wie beispielsweise den Tag der offenen Tür. 

...

Auf eines will Stefanie Bloch in ihrer neuen Position nicht verzichten: „Ich werde weiter unterrichten, zwischen fünf und zehn Wochenstunden“, sagt sie. Und auch am HAG, wo sie Bläser unterrichtet, wird sie weiter aktiv bleiben. „Der Kontakt mit jungen Menschen ist wichtig“, findet sie.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7193564?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Hospizbewegung beklagt unerlaubte Logo-Nutzung durch Deutsche Glasfaser
Glasfaserkabel in Leerrohren. Das Bündelungsverfahren der Deutschen Glasfaser in Nottuln ist mit einer Panne gestartet. Die Hospizbewegung beklagt die unerlaubte Nutzung ihres Logos für die Bündelungskampagne.
Nachrichten-Ticker