Schneiden statt streuen
Wenn der Winterdienst flach fällt

Lengerich -

Schnee räumen und Eis mit Streusalz bekämpfen – das gehört in einem „richtigen“ Winter zu den wichtigsten Aufgaben der Mitarbeiter vom städtischen Baubetriebshof. Doch Schnee und Eis lassen derzeit auf sich warten. Was also tun, wenn der Winterdienst weitgehend flach fällt?

Sonntag, 26.01.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 26.01.2020, 15:18 Uhr
Der Bedarf an Streusalz ist derzeit begrenzt. Erst fünf Winterdiensteinsätze hat es im Dezember und Januar gegeben.
Der Bedarf an Streusalz ist derzeit begrenzt. Erst fünf Winterdiensteinsätze hat es im Dezember und Januar gegeben. Foto: Sauer

Temperaturen bis acht, neun Grad in den kommenden Tagen, am Wochenende noch ein Mix aus Sonne und Wolken, in der neuen Woche dann wieder regnerisch. Nein, Schnee und klirrende Kälte sind immer noch nicht in Sicht. Damit dürfte für viele Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes feststehen, dass sie weiterhin mehr mit Gehölzschnitt als mit Räumdienst zu tun haben werden.

Erst 30 Tonnen Salz verbraucht

Leiter Manfred Stork berichtet, dass es bis Mittwoch im Winter 2019/2020 erst fünf Mal nötig gewesen sei, Salz zu streuen. Zwei Einsätze habe es im Dezember wegen Raureif gegeben, drei im Januar wegen überfrierender Nässe. Von den 450 Tonnen, die in einem gemeinsam mit der Stadt Tecklenburg betriebenen Depot gelagert worden seien, seien erst rund 30 Tonnen verbraucht worden, schätzt Stork. „Das ist erheblich unter den Durchschnitt.“

„Wir haben aber Arbeit genug“

Nachdem auch schon der vergangene Winter mild gewesen sei und somit auch da der Räum- und Streu-Aufwand recht überschaubar, sei das Thema Überstunden in der Belegschaft momentan kein großes. Der Chef des Baubetriebshofes versichert angesichts dieser Umstände: „Wir haben aber Arbeit genug.“ Neben dem Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern, der bis spätestens 29. Februar abgeschlossen sein muss, gehe es derzeit vor allem um die Unterhaltung von Straßen und Wegen. Pflasterarbeiten nennt Stork als ein Beispiel und erklärt, dass nicht nur Frost zu Schäden führe, sondern auch Regen und Nässe. Und auch das Reinigen von Wassergräben falle in die Kategorie jener Aufgaben, die jetzt abgearbeitet würden. Dinge, so Stork, für die während eines „normalen Winters“ oft zu wenig Zeit bleibe.

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