Parkplatz am Stadion: Neuregelung bei W&H führt ungewollt zu stärkerer Nutzung
Ein Unternehmen steuert gegen

Lengerich -

Dass Mitarbeiter von W&H ihr Auto vor dem Stadion abstellen, ist nichts Neues. Doch zuletzt hat ihre Zahl erheblich zugenommen. Nicht überall und bei allen kam das gut an. Unternehmen und Stadt sagen zu, dass bald wieder alles in geordneten Bahnen läuft.

Donnerstag, 30.01.2020, 05:01 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 05:20 Uhr
Viele W&H-Mitarbeiter nutzen den Parkplatz, zuletzt war ihre Zahl noch einmal kräftig gestiegen.
Viele W&H-Mitarbeiter nutzen den Parkplatz, zuletzt war ihre Zahl noch einmal kräftig gestiegen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Neu ist es nicht, dass Mitarbeiter von Windmöller & Hölscher ihr Auto auf dem Parkplatz am Stadion abstellen. Dierk Lechler , Leiter Facility Management bei W&H, betont, es gebe mit der Stadt seit rund 20 Jahren eine entsprechende Vereinbarung. Doch seit Anfang 2020 sind es deutlich mehr als sonst. Das hat für Gesprächsstoff gesorgt und hier und da offenbar auch für Unmut. Die Verantwortlichen beruhigen und sichern zu, dass bald alles wieder in geregelten Bahnen laufen werde.

Grund für die starke Nutzung – bis zu 330 Pkw wurden laut Lechler in der Spitze gezählt – ist eine neue Parkplatzregelung im Unternehmen, die mit dem Jahreswechsel „scharf geschaltet“ worden sei, so der leitende W&H-Mitarbeiter. 1250 Parkplätze habe der Maschinenbauer an seinen innerstädtischen Standorten. 1300 Parkberechtigungen seien dafür nach bestimmten Kriterien zunächst ausgestellt worden. Nach etwa zwei Wochen sei klar gewesen, dass das nicht reicht. Zwei Mal seien in der Folge jeweils weitere 100 Berechtigungen vergeben worden. Was einer Überbuchung der eigenen Kapazitäten von 20 Prozent entspricht. Dass es trotzdem klappt, dafür sollen Urlaub, Dienstreisen, einkalkulierte krankheitsbedingte Ausfälle, aber auch Beschäftigte sorgen, die mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit kommen.

Etwa 200 bis 250 W&H-Parker sollen dauerhaft am Stadion einen Stellplatz finden. Das, betonen Martin Pogrifke und Holger Lange von der Stadt, sei absolut in Ordnung. Denn es gebe zwar für Firmen die Verpflichtung, Parkmöglichkeiten für die Belegschaft bereitzuhalten. Aber nur bis zu einer gewissen Grenze.

Laut Dierk Lechler macht Windmöller & Hölscher sogar mehr, als das Unternehmen tun müsste. Das Bauamt des Kreises richte sich bei seinen Vorgaben nach der Betriebsfläche. Demnach, führt der Leiter Facility Management aus, müsste W&H nur knapp 1200 Parkplätze zur Verfügung stellen. Und da es für öffentliche Parkplätze wie dem am Stadion oder auch dem hinter dem Feuerwehrhaus keine Reglementierung gibt, wer dort sein Fahrzeug abstellen darf und wer nicht, könnten die Mitarbeiter des größten Lengericher Arbeitgebers das Areal an der Münsterstraße theoretisch sogar komplett in Beschlag nehmen.

Was indes auf jeden Fall nicht beabsichtigt sei, wie Lechler, Pogrifke und Lange versichern. Sie haben seit Jahresbeginn mehrfach die Situation besprochen und wissen auch von der ein oder anderen Beschwerde. Unter anderem waren im Auftrag von W&H Ordnungskräfte vor Ort, um den Parkverkehr in die richtigen Bahnen zu lenken. Absperrband wurde angebracht, Pöller, die zwischenzeitlich entfernt worden waren, am südlichen Parkplatz-Ende zur Bodelschwinghstraße wieder aufgestellt, um die Verkehrssicherheit zu gewähren, wie Fachdienstleiter Pogrifke erläutert.

Dierk Lechler räumt ein, dass mit den jetzt aufgetretenen Schwierigkeiten so nicht gerechnet worden sei. Andernfalls hätte man in Sachen Kommunikation auch anders gehandelt.

Unter anderem soll es nun bessere Absperrungen geben, um Autos von „Tabu-Zonen“ wie den Containern und den Kindergärten fernzuhalten. Mit den Aktiven von Preußen sollte es hingegen kaum Probleme geben, ist sich das Trio einig. Dazu seien die Überschneidungen zwischen Trainings- und Arbeitszeiten zu gering.

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