Mitglieder des Imkervereins tagen
Bienen schauen sich bereits nach Pollen um

Lengerich -

Die für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen bescheren den Imkern Arbeit. Immer wieder melden sich besorgte Bürger beim Imkerverein, weil sie fliegende Bienen gesehen haben. Die Immer schauen sich nach Blüten und Pollen um, leeren zudem ihre Blase, erhalten die Bürger von den Fachleuten als Antwort.

Freitag, 07.02.2020, 13:16 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 16:34 Uhr
Für langjährige Mitgliedschaft erhielten Ulrich Mindrup und Franz-Josef Kuhlmann (rechts) Ehrenurkunden.
Für langjährige Mitgliedschaft erhielten Ulrich Mindrup und Franz-Josef Kuhlmann (rechts) Ehrenurkunden. Foto: Imkerverein Lengerich

Den Imkerverein Lengerich erreichen nach eigenen Angaben seit einigen Tagen Anrufe, in denen besorgte Bürger von fliegenden Bienen berichten. Tatsächlich sei es eigentlich zu früh für die Insekten, aus ihrer Wintertraube nach draußen aufzubrechen, klären die Experten auf. Aber es gebe gleichwohl keinen Grund zur Sorge. „Die für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen nutzen die Bienen, um ihre Blase zu leeren und sich schon einmal nach Blüten und Pollen umzuschauen, etwa von Schneeglöckchen oder der Weide“, informiert der Imkerverein.

Bienen-Importe bereiten Sorgen

Sorge macht den Imkern das Verhalten mancher Bienenfreunde. Die lassen sich zur angesagten „Rettung der Bienen“ ein Volk etwa aus Italien schicken (WN berichteten), hieß es während der Jahreshauptversammlung. Das sei zumeist gut gemeint, aber der Imkerverein sagt deutlich: Es ist verboten, im Sperrbezirk – seine Ausdehnung kann auf der Internetseite des Imkervereins eingesehen werden – Bienen zu bewegen. Keine Biene dürfe herein und keine hinaus, bis der Sperrbezirk aufgehoben sei. Das gelte auch für Altimker. Bienen, die von außerhalb des Sperrbezirks eingeführt werden, bräuchten eine Gesundheitsbescheinigung vom Veterinäramt.

Es ist verboten, im Sperrbezirk Bienen zu bewegen.

Andreas Noll, Vorsitzender Imkerverein

Auch sei mancher Neuimker mit seinen Bienen überfordert. Generell bietet der Imkerverein eine kostenlose Begleitung für Anfänger an und weist darauf hin, dass auch die Mitgliedschaft im ersten Jahr kostenfrei ist.

In seiner Jahresbilanz zog Vorsitzender Andreas Noll eine positive Bilanz: Drei Austritten wegen Aufgabe der Bienenzucht stünden neun Beitritte gegenüber, aus der Grundschulung von Robert Laufer mit circa 30 Teilnehmern sei ein weiterer Zulauf zu erwarten. Mit 700 Bienenvölkern habe sich auch deren Zahl gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Internetseite erfreute sich laut Noll mit 30 000 Besuchen, besonders für die Suche nach Schwarmfängern, großer Beliebtheit

Vereinsintern gab es Veränderungen. Maik Baumeister wurde zum zweiten Vorsitzenden, Robert Laufer zum Kassenwart und Christine Kiesler zur Schriftführerin gewählt. Andreas Noll dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit, bevor er mit der Ehrung von Ulrich Mindrup für 25 und Franz-Josef Kuhlmann für 15 Jahre Mitgliedschaft die Versammlung schloss.

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