Lengericher wegen schwerer häuslicher Gewalt vor dem Amtsgericht
Ehefrau mit Küchenmesser und Pistole bedroht

Lengerich/Tecklenburg -

Weil er seine Frau mehrfach mit dem Tod gedroht und ihr dabei sogar ein Schreckschuss-Pistole an den Kopf gehalten haben soll, stand am Freitag ein Mann aus Lengerich vor dem Amtsgericht. Doch die wichtigste Zeugin – das mutmaßliche Opfer – erschien nicht zur Verhandlung.

Freitag, 07.02.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 16:00 Uhr
Lengericher wegen schwerer häuslicher Gewalt vor dem Amtsgericht: Ehefrau mit Küchenmesser und Pistole bedroht
Foto: dpa

Mit einem Fall von schwerer häuslicher Gewalt musste sich das Amtsgericht Tecklenburg am Freitag beschäftigen. Der Angeklagte wurde beschuldigt, am 26. Juni des vergangenen Jahres seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung mehrfach mit dem Tod bedroht zu haben.

In einem Fall benutzte er dafür zwei Küchenmesser, an einem anderen Tag hielt er seiner Frau eine Schreckschuss-Pistole an den Kopf und drohte, dies mit einer scharfen Waffe zu wiederholen. Die Taten wurden unter erheblichem Alkoholeinfluss begangen.

Der Beginn der Verhandlung verzögerte sich, da die wichtigste Zeugin – die Ehefrau - nicht vor Gericht erschienen war. Laut Aussage der Verteidigung hätten sich die Ehepartner wieder „angenähert“ und die Frau würde, wie vom Gesetz erlaubt, die Aussage verweigern. Da dem Gericht dieser Sachstand nicht bekannt war und die Zeugin damit unentschuldigt fehlte, lief alles auf eine Neuansetzung der Verhandlung hinaus.

Dass es doch zu einer vorläufigen Einstellung des Verfahrens kam lag daran, dass gegen den Angeklagten ein weiterer Tatvorwurf vorliegt. Im September 2019 wurde er bei einer Trunkenheitsfahrt mit einem Blutalkoholgehalt von drei Promille erwischt. Da in diesem Fall ein deutlich höheres Strafmaß erwartet wird, hatte das Gericht die Möglichkeit, das Verfahren einzustellen.

Davon machte es Gebrauch, da eine Verurteilung so bald nicht zu erwarten ist und der Täter wegen einer anderen Sache verurteilt wurde beziehungsweise eine Strafe zu erwarten hat.

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