Sturmtief zieht über die Stadt
„Victoria“ wütet heftiger als „Sabine“

Lengerich -

„Victoria“ hat die Stadt Lengerich und das Tecklenburger Land heftiger durchgerüttelt als eine Woche zuvor das Sturmtief „Sabine“. Das lässt sich an der Zahl der Einsätze der Feuerwehr ablesen.

Montag, 17.02.2020, 14:10 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 18:30 Uhr
Vom Dach des Jugendzentrums an der Bergstraße hatte das Sturmtief Victoria etliche Dachpfannen gerissen. Diese fielen auf die Fahrbahn. Mit Hilfe des Gelenkmast-Fahrzeugs kümmerten sich die Feuerwehrleute um die Sicherung dieser Gefahrenstelle.
Vom Dach des Jugendzentrums an der Bergstraße hatte das Sturmtief Victoria etliche Dachpfannen gerissen. Diese fielen auf die Fahrbahn. Mit Hilfe des Gelenkmast-Fahrzeugs kümmerten sich die Feuerwehrleute um die Sicherung dieser Gefahrenstelle. Foto: Feuerwehr Lengerich

Nach Einschätzung von Thorsten Budzinski war das Sturmtief „Victoria“ heftiger als das Sturmtief „Sabine“, das eine Woche zuvor über Deutschland hinweggebraust war. Dafür spricht nach Einschätzung des Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Lengerich schon die Zahl der Einsätze.

Am Sonntag zwischen 18.45 Uhr in Mitternacht waren die ehrenamtlichen Helfer der Wehr pausenlos im Einsatz. 17 mal rückte die Wehr aus, insgesamt 30 Kameraden, so Thorsten Budzinski, waren unterwegs. „Dabei hat es keine Einsatzschwerpunkte gegeben. Das hat sich komplett über die ganze Stadt erstreckt“, erzählt er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

In 14 Fällen mussten die Kameraden zur Motorsäge greifen, um umgestürzte Bäume von Fahrbahnen zu entfernen. Ohne großen Aufwand zu erledigen war der Hilferuf, der die Feuerwehrleute zum Kreisverkehr Ringeler Straße/Münsterstraße rief: Dort war eine Absperrbake umgefallen.

14 mal mussten Bäume aus dem Weg geräumt werden

Kniffliger da schon ein anderer Einsatz. Von einer Gartenhütte hatte der Sturm das rund 15 Quadratmeter große Wellblechdach abgehoben. Das Teil hatte sich in einem Baum verfangen. „Wir haben des Blechdach entsprechend fixiert, damit es nicht weiter durch die Gegend fliegt“, erläuterte der Feuerwehrchef.

Den Einsatz am Jugendzentrum – dort hatte der Sturm Pfannen vom Dach abgehoben und auf die Straße geschmettert – nimmt er zum Anlass, die Bürger zur Vorsicht zu mahnen. Bei starkem Wind sollte darauf geachtet werden, dass man nicht von abgeknickten Ästen und Zweigen der Bäume oder vom Dach fallenden Ziegeln getroffen wird.

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