Exkursion mit der Volkshochschule zur Spinnerei und Weberei in Bocholt
Einblick in 800 Jahre Textilgeschichte

Lengerich -

Zu einer Zeitreise in die Gesichte der Textilherstellung lädt die VHS ein. Bei einer Exkursion mit zum Textilmuseum Bocholt lernen Teilnehmer die Zeit kennen, in der Maschinen noch den Takt der Arbeit vorgaben und Webmaschinen in großen Fabriken ratterten.

Sonntag, 23.02.2020, 17:10 Uhr
Das Textilmuseum Bocholt, in dem verschiedene Sonderausstellungen stattfinden, ist Ziel einer VHS-Exkursion.
Das Textilmuseum Bocholt, in dem verschiedene Sonderausstellungen stattfinden, ist Ziel einer VHS-Exkursion. Foto: Textilmuseum Bocholt

„Hinter Werktor und Kulisse“ heißt die Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen die Volkshochschule zur Besichtigung historischer Firmengebäude einlädt. Den Auftakt im Frühjahrsprogramm der VHS macht eine Exkursion zur Spinnerei und Weberei Bocholt am Samstag, 14. März.

20 000 Spindeln

Mit seinen zwei Standorten links und rechts des Flusses Aa stellt das Textilwerk Bocholt ein einmaliges historisches Ensemble der Textilproduktion dar, heißt es in einer Mitteilung der VHS. Über 20 000 Spindeln drehten sich einst in der Spinnerei Herding. Auf drei Etagen werden dort Geschichte und Gegenwart der Textilindustrie wieder lebendig. Ausstellungen geben Einblicke in historische und moderne Technik, zeigen Modedesign und internationale Textilkunst. Veranstaltungsräume und ein gläsernes Dachcafé bieten Platz für vielfältige Veranstaltungen.

In unmittelbarer Nähe liegt eine Weberei. Dort riecht es nach Öl und Arbeit. „Die Webstühle rattern so laut, dass man sich unwillkürlich die Ohren zuhält“, schreibt die Weiterbildungseinrichtung. Was heute Besucher für eine Stunde erleben, war für Tausende Männer und Frauen vor 100 Jahren Alltag.

Gezeigt wird, wie der Takt der Maschinen die Arbeit diktierte.

Historische Maschinen

Unter den Sheddächern der großen Webhalle setzen Transmissionsriemen und lange Antriebswellen über 30 historische Maschinen in Bewegung.

„Unsere Mitarbeiter produzieren hier täglich Stoffe für Handtücher und Tischdecken unserer historischen Kollektion“, ist in einem alten Firmenprospekt zu lesen. Abseits der lärmenden Fabrik lernen Besucher in einem komplett eingerichteten Arbeiterhaus samt bewirtschaftetem Garten den kargen Lebensalltag der Familien kennen.

Sehenswürdigkeiten

Der Besichtigung schließt sich eine Stadtführung durch Bocholt an, teilen die Veranstalter mit. Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf einen Streifzug durch die beinahe 800-jährige Geschichte zu begeben. Sie spiegelt sich anschaulich in den Museen und Sehenswürdigkeiten wider. Sei es das Textilmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe mit seinen noch funktionstüchtigen Webstühlen, das Stadtmuseum, in dem alles, was seit der ersten Erwähnung Bocholts im Jahr 779 von Bedeutung für die Stadt war, zusammengetragen wurde oder das Handwerksmuseum, das 34 Handwerksberufe in sieben detailgetreu gestalteten Gebäuden lebendig darstellt.

Abfahrt ist am 14. März um 9.30 Uhr von der Bushaltestelle an der Kirche St. Margareta. Die Teilnahme kostet 42 Euro, die Rückfahrt aus Bocholt soll gegen 15.30 Uhr angetreten werden. Anmeldungen und Informationen im VHS-Büro ( 0 54 81/9 38 80, E-Mail info@vhs-lengerich.de).

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