Theatergruppe des MGV „Heimatklang“ zeigt „Oll wä Schwien hatt“
Immer wieder Szenenapplaus

Lengerich -

Wenn ein Bankräuber auf der Flucht in die Rolle eines Krankenhausarztes schlüpft, ist das eine Steilvorlage für Chaos und Turbulenzen. Das bewies am Samstagabend „Oll wä Schwien hatt“. Das Stück der Theatergruppe des MGV „Heimatklang“ Settel hatte in der Gempt-Halle Premiere

Sonntag, 01.03.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 10:43 Uhr
Das Ensemble ließ sich am Ende vom Publikum feiern.
Das Ensemble ließ sich am Ende vom Publikum feiern. Foto: MGV "Heimatklang" Settel

Alle zwei Jahre bringt die Theatergruppe MGV „Heimatklang” Settel ein neues Stück auf die Bühne. Am Samstag war es wieder soweit: „Oll wä Schwien hatt“ hatte Premiere. Auf die Akteure wartete ein ausverkauftes Haus – und ein gelungener Abend.

Mit dem Hit „An Tagen wie diesen“ der Toten Hosen und einem Jonny-Cash-Medley eröffneten die Sänger des Chors den Abend. Ralf Krumme , Vorsitzender des MGV, übernahm die Moderation und führte mit launigen Kommentaren durchs Programm.

Die Komödie in drei Akten von Carl Slotboom führt die Zuschauer auf die sehr „fidele“ Station eines Krankenhauses irgendwo in Settel. Dort taucht der flüchtige Bankräuber Bert Kuschinsky (Gert Haumann) auf, der in die Person des Stationsarzt Dr. Brinkmann schlüpft, um nicht gefasst zu werden. Was für ihn zunächst gut läuft, entwickelt sich nach und nach zu einem chaotisch-aufregenden Hürdenlauf aus Ausreden, Vorwänden und seltsamen Untersuchungsmethoden.

Die doch eher untypischen Patienten der Station wie die schwangere Annie (Martina Upmeier) und das exzentrische Personal wie der „Schwanensee“ tanzende Pfleger Bob trugen das Stück im Wesentlichen. Das Publikum amüsierte sich königlich. Praktisch jede Szene wurde mit Applaus bedacht, und Zwischenrufe zeigten immer wieder, wie gefesselt die Zuschauer vom Verlauf der Geschichte waren.

„Oll wä Schwien hatt“ feiert Premiere

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  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner
  • Lengerich Theatergruppe des MGV "Heimatklang" Settel Premiere "Oll wä Schwien hatt"

    Foto: gernot Gierschner

Bemerkenswert waren das detailliert gestaltete Bühnenbild und die Requisite, die wesentlich zur Stimmigkeit der Geschichte beitrugen. Professionelle Tontechnik – alle Schauspieler waren mit Headsets ausgestattet – machten es den Premierenbesuchern leicht, dem Geschehen auf der Bühne zu folgen. Mit großer Unterstützung durch viele Helfer des Männergesangvereins wurde die Gempt-Halle in einen Theatersaal verwandelt. So war das turbulente Geschehen dank ansteigender Zuschauerränge von allen Plätzen aus gut zu verfolgen. Auch für das leibliche Wohl der Besucher in den beiden Pausen wurde gesorgt.

Die niederdeutsche Fassung von Gerd Meier wurde von der Theatergruppe um Regisseur Hartwig Nüßmeyer dem Lengericher Platt angeglichen – es ist also für „einheimische Plattschnacker“ bestens verständlich.

Weitere Aufführungstermine: Sonntag, 1. März, um 15 Uhr; Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr; Samstag, 7. März, um 19 Uhr; Sonntag, 8. März, um 15 Uhr. Vorverkaufsstellen: Walter und Ricka Schallenberg (  0 54 81/99 77 85) oder Heiner Peters und Anja Steggemann-Peters (  0 54 85/83 35 11). Karten kosten 13 Euro inklusive Platzreservierung. Es sind jeweils nur noch wenige Resttickets erhältlich.

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