Erster „Zukunftstag“ der katholischen Kirchengemeinde
„Wir laden ganz breit ein“

Lengerich -

Rund 100 Beteiligte und, wenn sich die Hoffnung der Planer erfüllt, bis zu 1000 Besucher – der erste „Zukunftstag“ der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen verspricht eine große Sache zu werden. Am Samstag, 21. März, findet er statt – nicht nur für Katholiken.

Donnerstag, 05.03.2020, 18:46 Uhr
Die Türen sollen beim „Zukunftstag“ für jeden offen stehen, das wollen Pfarrer Peter Kossen (links) und Pastoralassistent Patrick Sumner beim Pressegespräch deutlich machen.
Die Türen sollen beim „Zukunftstag“ für jeden offen stehen, das wollen Pfarrer Peter Kossen (links) und Pastoralassistent Patrick Sumner beim Pressegespräch deutlich machen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die katholische Kirchengemeinde organisiert erstmals einen „Zukunftstag“. Die Großveranstaltung mit einem vielfältigen Programm findet am Samstag, 21. März, ab 9.30 Uhr im Hannah-Arendt-Gymnasium statt. Mit dem Format sollen nicht nur aktive Katholiken erreicht werden, sondern auch Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – eine gewisse Distanz zur Kirche entwickelt haben. Zudem ist von einem „kleinen Kirchentag in ökumenischer Offenheit“ die Rede, sprich es sollen sich nicht nur Katholiken angesprochen fühlen.

Pfarrer Peter Kossen und Pastoralassistent Patrick Sumner , in deren Händen die planerischen Fäden zusammenlaufen, sagen: „Wir laden ganz breit ein – ohne Anmeldung, ohne Kosten ohne feste Verpflichtungen für die Gäste.“ Seit September vergangenen Jahres bereiten sie den „Zukunftstag“ vor und haben dafür rund 100 Mitstreiter gewonnen. Kossen erklärt, dass es einerseits natürlich um die Selbstdarstellung der Gemeinde und der Kirche gehe. Aber andererseits, und das sei der eigentliche Hintergrund, müsse Kirche auch „Themen im Blick haben“, die sie nicht direkt betreffe, aber die die Menschen bewegen und das soziale Miteinander beeinflussen und bestimmen. „Davon wollen wir an diesem Tag etwas einfangen.“

Prägen werden den Zukunftstag Stände und Workshops. Der Hospiz-Verein beispielsweise lädt zu „Kriegskinder, Kriegsenkel . . . welche Erfahrungen leben in unseren Familien weiter?“ ein. Schwester Hildeburg schildert ihre Erlebnisse als Missionarin in Südamerika und Bernd Gruber spricht über „Organspende in der gesellschaftlichen Diskussion und wie steh ich dazu“. Es gibt einen Raum der Stille, es soll über den sogenannten Synodalen Weg in der katholischen Kirche diskutiert werden, und bei der Kolpingfamilie können Besucher ihren ökologischen Fußabdruck mittels einiger Fragen zum Konsumverhalten ermitteln. Das sind nur einige von über 40 Angeboten. Durchgehend ist unter anderem eine Cafeteria in der Mensa geöffnet, wird es eine Kleinkinderbetreuung und ein Bühnenprogramm geben. Zum Abschluss ist ab 16 Uhr schließlich ein Gottesdienst in der HAG-Pausenhalle geplant.

Kossen und Sumner sagen, dass der „Zukunftstag“ abseits der vielen inhaltlichen Aspekte „Begegnung ermöglichen“ solle und im Idealfall „die Leichtigkeit, die sonst von den großen Kirchentagen ausgeht“. Der Pfarrer meint, dass die Veranstaltung eine „Eigendynamik“ entwickeln könne, „wenn die Leute erst einmal da sind“. Als Erfolg würde er es sehen, wenn 500 bis 1000 Besucher am 21. März dabei sind. Um diese Marke einzuordnen, verweist das Planer-Duo auf die 8500 Katholiken, die es in der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen gibt, zu der neben Lengerich auch Ladbergen, Lienen und Tecklenburg (außer Brochterbeck) gehören, von denen etwa 500 bis 600 regelmäßige Kirchgänger seien.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7312683?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker