Heimatverein setzt weiter auf Dr. Alois Thomes als Vorsitzenden
In vielen Gruppen pulsiert das Leben

Lengerich -

Aus den Berichten der einzelnen Gruppen wurde eines ganz deutlich: der Heimatverein ist ein lebendiger Verein. Bei der Jahreshauptversammlung wurde Dr. Alois Thomes als Vorsitzender bestätigt.

Dienstag, 17.03.2020, 06:05 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 16:16 Uhr
Die fleißigsten Wanderer und Radwanderer wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins mit dem deutschen Wanderabzeichen ausgezeichnet.
Die fleißigsten Wanderer und Radwanderer wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins mit dem deutschen Wanderabzeichen ausgezeichnet. Foto: Detlef Dowidat

An der Spitze fast alles beim Alten im Heimatverein. Auch nach zehn Jahren als Vorsitzender zeigt sich Dr. Aloys Thomes keineswegs amtsmüde. Im Gegenteil: „Mir macht die Arbeit hier riesige Freude“, verkündete er während der Jahreshauptversammlung . Er wurde einstimmig wiedergewählt. Hans-Dieter Welp scheidet nach 14 Jahren als zweiter Vorsitzender aus dem Vorstand aus.

Deutlich wurde aus den Berichten, dass im Heimatverein reges Leben herrscht. Eingekehrt ist die digitale Zukunft, was die Geschäftsführerin Marie-Anne Meixner zum Ausspruch „Der Heimatverein wird moderat modern“ veranlasste. Aloys Thomes freute sich bei der Begrüßung über ein volles Haus im Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse. Darunter waren auch einige Neumitglieder.

Wandergruppe hat 1500 Kilometer bewältigt

Aus den Mitteilungen der Arbeitsgruppen wurden die Aktivitäten des Heimatvereins deutlich. Die Wandergruppe hat im vergangenen Jahr 1500 Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das trug Anke Bovenschulte in Vertretung für den erkrankten Wanderwart Dirk Plate vor. Anke Bovenschulte überreichte an die fleißigsten Mitglieder 48 Deutsche Wanderabzeichen. 20 an die Fußwanderer, 13 an die Kurzwanderer, acht an die Radwanderer und sieben an die Kurzradwanderer. Als neue Wanderführer stellte sie Karin und Klaus Büscher vor.

„Wir engagieren uns ausgesprochen gern.

Berthold Ostermann von der Handwerkergruppe

„Wir engagieren uns ausgesprochen gern“, berichtete Berthold Ostermann als Vertreter der Handwerkergruppe, die zehn Mitglieder umfasst, sich monatlich trifft und sich „ohne Rechnungsstellung“ um viele Dinge im und am Heimathaus kümmern. Doppelkopf und Rommé sind die Favoriten in der Spielegruppe. Darüber berichtete Klaus-Dieter Schütze, der zum Mitmachen jeden letzten Mittwoch im Monat von 15 bis 18 Uhr ins Heimathaus einlud.

Über 21 Tänzerinnen verfügt die Volkstanzgruppe, die von Inge Bovenschulte und Inge Grotpeter trainiert wird. Laut Gruppensprecherin Marie-Anne Meixner trat die Gruppe im vergangenen Jahr achtmal auf. Gesponnen wird weiterhin fleißig im Heimatverein. Die Spinn- und Handarbeitsgruppe präsentierte sich mit ihren Produkten bei zahlreichen Veranstaltungen.

Trachten- und Brauchtumsgruppe hat neue Mitglieder

Um den Erhalt der plattdeutschen Sprache kümmert sich „De Plattdütske Gruppe“. Sprecherin Gerda Zirbes berichtete von insgesamt elf Treffen mit durchschnittlich 29 Personen. Eingestellt wurde mangels Beteiligung das plattdeutsche Treffen am Abend. Aktiv ist die Gruppe in den Lengericher Grundschulen, um Mädchen und Jungen die niederdeutsche Sprache zu vermitteln. Die Singgruppe mit Chorleiter Walter Schade blickte auf das 25-jährige Bestehen zurück. Über die Aktivitäten informierte Gruppensprecherin Isolde Christoffer.

Von vielen Auftritten der Trachten- und Brauchtumsgruppe erzählte Sprecherin Bärbel Schliek. Überall erregte die Gruppe Aufsehen. Stolz erwähnte Schliek, dass zwei neue Mitglieder der Gruppe beigetreten wären.

Der Arbeitskreis Stadtgeschichte traf sich laut Dr. Al­fred Wesselmann elf Mal. Glanzpunkt sei die Herausgabe des historischen Stadtführers für Kinder gewesen. Das Werk habe den dritten Platz des NRW-Heimatpreises belegt. Die Zusammenarbeit mit Haus Vortlage sei fortgesetzt worden. Die Wanderungen mit Dieter Rogge seien sehr begehrt und würden erneut angeboten.

Die Herausgabe des historischen Stadtführers für Kinder war ein Highlight.

Dr. Alfred Wesselmann, Arbeitskreis Stadtgesichte

Von den Aktivitäten der Blumen- und Gartenfreunde berichtete Erich Knemöller. Beliebt seien die regelmäßigen Zusammenkünfte zu Garten- und Naturthemen. Wieder aufgenommen wurde die Arbeit in der Gruppe Museum und Archiv. Marie-Anne Meixner erzählte, dass die Uhrmacherwerkstatt fertig gestellt sei. Der Fundus an weiteren Ausstellungssachen sei sehr groß und solle jetzt digital erfasst werden. Dafür würden Helfer gebraucht.

Frühlingsfest, Maibaumrichten, Grillabend, Schnatgang, Grünkohlessen und Kaminabend ließ Aloys Thomes in seinem Vorstandsbericht Revue passieren. Er blickte zudem auf die sehr lebendige Aktion „Tradition trifft Zukunft – Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen“ zurück. Zu einem beliebten Treffpunkt sei das Portal Bethania geworden, dass im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde.

Portal Behtania ist ein beliebter Treffpunkt

Ein umfangreiches Zahlenwerk stellte Kassiererin Annegret Schirge vor. Aufgrund vielfältiger Aktivitäten sei ein kleines Minus entstanden, das allerdings kein Grund zur Sorge sei. Die Kassenprüfer Gunda Uhlenbusch und Adolf Glindmeier bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erteilt wurde.

Terminabsagen

Mittwoch, 18. März: die Kurzwanderung fällt aus.

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Die Vorstandswahlen brachten kaum Veränderungen. In ihren Ämtern bestätigt wurden: Vorsitzender Dr. Aloys Thomes, stellvertretende Vorsitzende Berthold Ostermann und Gerda Weiser, Schriftführerin Marie-Anne Meixner, stellvertretende Schriftführerin Ingrid Diekamp, Kassiererin Annegret Schirge, stellvertretende Kassiererin Büscher, Kassenprüfer Gunda Uhlenbusch und Adolf Glindmeier.

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