Hannah-Arendt-Gymnasium setzt auf interne Austauschplattform
Abi-Vorbereitung läuft digital

Lengerich -

Unterrichtet wird am Hannah-Arendt-Gymnasium – wie an allen Schulen im Land – seit Montag nicht mehr. Ab Mittwoch gibt es dennoch Aufgaben, die zu erledigen sind. Das HAG nutzt dafür eine digitale Plattform. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 gibt es vornehmlich Aufgaben, bei denen gelernte Grundlagen wiederholt werden. In der Oberstufe werden die Aufgaben wieder eingesammelt und besprochen.

Dienstag, 17.03.2020, 18:27 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 17:32 Uhr
Unterrichtsvorbereitung am heimischen PC. Florian Hölzl, Erprobungsstufenkoordinator am HAG, bei der Arbeit am heimischen Rechner.
Unterrichtsvorbereitung am heimischen PC. Florian Hölzl, Erprobungsstufenkoordinator am HAG, bei der Arbeit am heimischen Rechner. Foto: Hölzl

Das ist gut gelaufen für die angehenden Abiturienten des Hannah-Arendt-Gymnasiums ( HAG ). Der letzte Nachschreibtermin für die Vor-Abiturklausuren war am vergangenen Mittwoch. „Für die ist erstmal alles durch“, stellt Florian Hölzl fest. Ob allerdings die für den 21. und 22. April vorgesehenen ersten Termine für die Abiturprüfungen stattfinden werden? Der Erprobungsstufenkoordinator des HAG wagt im Gespräch mit den WN keine Prognose.

Am 21. und 22. April sollen die ersten Abi-Prüfungen stattfinden

Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Zumindest, was den Lernstoff betrifft. Dafür sorgt die digitale Austauschplattform des Gymnasiums, „auf die alle Oberstufenschüler Zugriff haben“, wie er betont. Ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme mit, schließlich sei das HAG eines von wenigen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, die über diese Möglichkeit verfügen.

Auf die Plattform haben alle Oberstufenschüler Zugriff.

Florian Hölzl, Lehrer

Das Kollegium hat in den vergangenen Tagen die weitere Vorgehensweise besprochen, damit alle Schülerinnen und Schüler während der unterrichtsfreien Zeit bis zu den Osterferien mit Lernstoff versorgt werden. Auch dafür wird die Austauschplattform der Schule genutzt.

Ab heute finden sich entsprechende Aufgaben auf dieser Internetseite. Sowohl für Haupt- wie auch für Nebenfächer. Dabei wird nach den Jahrgangsstufen unterschiedlich vorgegangen. „Bei den Fünft- bis Siebenklässlern können noch nicht alle selbstständig arbeiten. Darauf nehmen wir bei der Aufgabenstellung Rücksicht“, erläutert Florian Hölzl. Ein Schwerpunkt sei deshalb die Wiederholung von Grundlagen in den jeweiligen Fächern. Hinzu kommen kreative Aufgaben, um die Lust aufs Lernen zu fördern. „So zwei bis drei Stunden am Tag“, schätzt er, „sind die Mädchen und Jungen mit diesen Aufgaben beschäftigt.“

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 geht es um Grundlagen-Wiederholung

Bei den Jahrgangsstufen 8 und 9 wird ähnlich vorgegangen. Allerdings sind das die Ansprüche, die von der Schule gestellt werden, etwas höher, weil das selbstständige Arbeiten vorausgesetzt wird.

In den Zehnerklassen und der Jahrgangsstufe Q 1 wird sozusagen noch einen Gang höher geschaltet. „Auch dort werden Aufgaben gestellt, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt werden sollen“, beschreibt der Pädagoge das Vorgehen. Die Ergebnisse werden eingesammelt und dann besprochen. Dabei hilft die Austauschplattform, die sogar die Möglichkeit des Video-Chats bietet.

So zwei bis drei Stunden am Tag werden die Schüler mit den Aufgaben beschäftigt sein.

Florian Hölzl

Vor rund zwei Jahren ist diese Kommunikationsplattform eingerichtet worden, wird seit gut einem Jahr regelmäßig genutzt. Ähnlich gut aufgestellt ist nach Angaben von Florian Hölzl nur das Goethe-Gymnasium in Ibbenbüren. Der ehemalige HAG-Kollege Lars Buchalle ist dort seit gut einem Jahr Schulleiter.

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