Erfolgreiche Spontanaktion
Helfer nähen en masse Mundschutze

Lengerich -

Erst ging es nur um Stoffspenden. Doch daraus wurde schnell mehr. Nun gibt es in Lengerich bereits 20 Ehrenamtliche, die Mundschutze nähen. Zugute kommen die Pflegediensten, Arztpraxen und anderen Adressaten, die die begehrten Artikel dringend gebrauchen können.

Dienstag, 31.03.2020, 19:39 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 17:52 Uhr
Mehr als 20 Ehrenamtliche beteiligen sich inzwischen an der Mundschutz-Nähaktion.
Mehr als 20 Ehrenamtliche beteiligen sich inzwischen an der Mundschutz-Nähaktion. Foto: Michael Rottmann

Mundschutze sind momentan vielerorts ein knappes Gut. Das stellte auch die Lengericher Familie Nietiedt fest, als ihre Nachbarin, die in einem Seniorenheim arbeitet, nach Stoffspenden fragte, um daraus die begehrten Artikel zu nähen. Der „Rohstoff“ war schnell gefunden, die Menge allein aber kaum zu verarbeiten. Eine spontane Umfrage unter Bekannten und vielen potenziellen Helfern – zum Beispiel auch denen der Gempt-Halle – am Sonntagnachmittag fand eine so große Resonanz, dass nun noch weitere Stellen versorgt werden können.

Mittlerweile nähen bereits mehr als 20 Ehrenamtliche, um die Versorgungslücken zu stopfen. Allein der Heimatverein stellt sechs Helferinnen, die nach Angaben der Organisatoren für das Seniorenheim Widum tätig geworden sind. „Und die ersten 100 sind am Montag bereits ausgeliefert worden“, sagt Michael Rottmann von der Gempt-Halle. „Es sollte indes niemand die Erwartung haben, dass Bestellungen in einer nennenswerten Größenordnung von einem auf den anderen Tag abgearbeitet werden können.“

Alexandra Nietiedt erklärt Grundsätzliches: „Wenn Pflegedienste, Arztpraxen oder ähnliche Einrichtungen noch Bedarf haben, bitten wir um eine kurze E-Mail an die Lengerich Marketing GmbH. Dort werden ab sofort Angebot und Bedarf koordiniert, damit Mundschutze auch an der richtigen Stelle ankommen“, sagt die Mitinitiatorin. Das Angebot sei vor allem an Ärzte, Seniorenheime, Pflegedienste und ähnliche Einrichtungen gerichtet, um Personal und Risikopersonen zu versorgen. „Privatpersonen können sich zum Beispiel bei Lind-Stoffe in der Bahnhofstraße einen entsprechenden Mundschutz nähen lassen“, verweist sie auf eine Alternativadresse.

Weitere Helfer können sich melden. Es wird allerdings um Kontaktaufnahme per E-Mail gebeten, da die Bürozeiten eingeschränkt sind. Eine Verteilung von Stoff und eine anschließende Abholung wird ebenfalls ehrenamtlich angeboten. Ausführliche Anleitungen finden sich im Internet, können bei Bedarf aber auch per E-Mail verschickt werden.

Wer die Aktion unterstützen möchte, aber nicht nähen kann, kann ebenfalls bei Lind-Stoffe Mundschutze in Auftrag geben und diesen bei der Lengerich Marketing GmbH oder der Bürgerstiftung Gempt, Münsterstraße 19, dienstags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr, am besten kontaktlos, also in einer Plastiktüte vor der Tür, abgeben. Auch Spenden von Stoff oder Gummibändern werden gerne gesehen.

Kontakt und Anfragen: info@lengerich-marketing.d.

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