Imkerverein sagt geplante Zusammenkunft ab
Umlarven nur nach Anmeldung

Lengerich -

Für die Mitglieder des Imkervereins ist der Umlarv-Tag nicht nur die Gelegenheit, sich mit jungen Larven zu versorgen. Er dient immer auch dem gegenseitigen Austausch. Daraus wird in diesem Jahr nichts. Larven gibt es nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Zuchtwart.

Donnerstag, 30.04.2020, 12:20 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 12:50 Uhr
Mit einem Speziallöffel werden millimetergroße Larven aus der Wabe genommen und in Weiselnäpfe gegeben.
Mit einem Speziallöffel werden millimetergroße Larven aus der Wabe genommen und in Weiselnäpfe gegeben. Foto: Imkerverein Lengerich

Ein wichtiges Datum im Imkerjahr ist der Umlarv-Tag. Dann treffen sich die Imker des Lengericher Imkervereins, die Interesse an jungen Königinnen für ihre Bienenvölker haben, beim Zuchtwart des Vereins. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Der Zuchtwart stellt junge Larven aus befruchteten Eiern besonders qualifizierter Königinnen bereit. Von denen ist zu erwarten, dass sie sich ebenfalls zu leistungsstarken Königinnen entwickeln. Dass aus den jungen Larven Königinnen werden, liegt nach Angaben des Vereins einzig daran, dass sie von Ammenbienen ein besonderes Futter bekommen, das Gelée Royale. Ohne dieses Futter würden sie sich zu Arbeiterinnen entwickeln. Nur die Königin ist fähig, befruchtete Eier zu legen und damit das Bienenvolk zu erhalten.

Beim Umlarven nehmen die Imker von der Brutzelle, die der Zuchtwart anbietet, mit ruhiger Hand und der Hilfe eines speziellen Umlarv-Löffels ganz junge, nur millimetergroße Larven in ihre eigens mitgebrachten Weiselnäpfe. Die bringen die Imker dann in ihren Bienenstand, wo die Ammenbienen, von der Form der Weiselnäpfe angeregt, das ihre tun und in ihrem Volk in den nächsten 14 Tagen die neue Königin aufziehen.

Der Umlarv-Tag ist für den Imkerverein zudem immer ein geselliges Ereignis mit lebhaften Gesprächen über aktuelle imkerliche Fragen. Mit großem Bedauern hat Andreas Noll, Vorsitzender des Imkervereins Lengerich, den coronabedingten Ausfall des für den 10. Mai vorgesehenen Umlarv-Tags bekanntgegeben. Weder dem Zuchtwart Horst Roch, bei dem das Treffen stattfinden sollte, noch den Mitgliedern sei die damit verbundene Gefährdung zuzumuten, sich mit dem Coronavirus zu infizieren.

Imker, die dringend Zuchtstoff benötigen, können mit Horst Roch telefonisch Kontakt aufnehmen. Er sei sicher, dass er eine kreative, gesundheitlich unbedenkliche Lösung für alle Beteiligten finden werde.

Die für den 22. Mai geplante Standbesichtigung ist gefährdet. Ob sie wie vorgesehen stattfinden kann, wird der Imkerverein mitteilen.

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