Neugestaltung der Fußgängerzone: Planung schreitet voran
Im Detail gibt es Veränderungen

Lengerich -

Für die Zukunft der Lengericher Innenstadt ist es ein Projekt von großer Bedeutung: die Umgestaltung der Fußgängerzone. Inzwischen haben sich die Verantwortlichen mit vielen Detailfragen befasst und einige Änderungen und Ergänzungen an der Entwurfsplanung vorgenommen.

Donnerstag, 30.04.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 16:40 Uhr
Der Bodelschwinghplatz wird sich im Zuge der Neugestaltung der Fußgängerzone besonders stark verändern. Zum einen fällt ein Teil der Parkplätze weg, zum anderen soll es auch hier künftig einen Brunnen geben.
Der Bodelschwinghplatz wird sich im Zuge der Neugestaltung der Fußgängerzone besonders stark verändern. Zum einen fällt ein Teil der Parkplätze weg, zum anderen soll es auch hier künftig einen Brunnen geben. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Auch in der Zeit der Corona-Pandemie wird an der Entwurfsplanung für die Umgestaltung der Lengericher Fußgängerzone weitergearbeitet. Inzwischen, so Holger Lange , städtischer Fachdienstleiter Straßenbau, seien alle essenziellen Punkte abgearbeitet. Im Weiteren werde es bis zum Ausschreibungsverfahren, das im Herbst geplant ist, darum gehen, letzte Details etwa in Sachen Optik zu klären. Lange hofft, dass der Beginn der Bauarbeiten noch Ende 2020 erfolgen kann, „ansonsten geht es Anfang 2021 los“.

Der Abschluss der im vergangenen Sommer beauftragten ersten Leistungsstufe für die Planungsleistungen „Vorplanung“ und „Entwurfsplanung“ sollte eigentlich im April dem Ausschuss für Planung und Umwelt durch das Büro Reschke präsentiert werden. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen war das nicht möglich gewesen. Deshalb haben die Ausschussmitglieder daraufhin die Lagepläne und den Entwurfsbericht der Planung erhalten. Sobald eine öffentliche Präsentation des aktuellen Planungsstandes im Rahmen einer Ausschusssitzung wieder möglich wird, soll das nachgeholt werden.

Um jedem interessierten Bürger die Möglichkeit zu geben, sich den aktuellen Planungsstand anzuschauen, sind die aktuellen Lagepläne auf der Homepage der Stadt Lengerich einsehbar (www.lengerich.de/stadtentwicklung/aktueller-stand).

Die Anmerkungen und Anregungen aus den Bürgerveranstaltungen im November und Dezember des vergangenen Jahres wurden nach Angaben der Verwaltung in mehreren Planungsgesprächen mit dem Berliner Planungsbüro Reschke, den beteiligten Fachplanern sowie Fachdiensten der Stadt und dem Verwaltungsvorstand abgewogen und zum Teil in die Planung aufgenommen. Gespräche über die Belange von Senioren und Sehbeeinträchtigen hätten ebenfalls Anfang des Jahres stattgefunden, so die Stadtverwaltung.

Im Vergleich zum Vorentwurf wurden in vielen einzelnen Planungsbereichen die Grundzüge weiter ausformuliert und in den Gesamtkontext der Planung eingebunden. Unter anderem ging es dabei um die Brunnen und die Beete auf dem Bodelschwingh- und dem Wapakonetaplatz, Spielgeräte und die sogenannte Lengericher Linie, die sich als Band durch die Fußgängerzone ziehen wird und die auch Blinden und Sehbehinderten eine Orientierungsmöglichkeit geben soll. Gesprochen wurde auch über Sitzbänke. Zum einen wurden die Standorte abgestimmt, zum anderen eine Sitzhöhe von circa 48 Zentimetern festgelegt, die in Verbindung mit Aufstehhilfen dafür sorgen soll, dass die Bänke seniorengerecht sind.

Auch die Begrünung war Thema der Beratungen. Das Entwurfskonzept sieht weiterhin vor, dass die Plätze „baumbestanden“ gestaltet werden und im „linearen Raum der Fußgängerzone“ – also den Teilstücken zwischen den Plätzen – keine Bäume mehr stehen. Nach dem jetzigen Stand wird es trotz Fällungen im „linearen Raum“ in der Summe künftig einen Baum mehr geben als bislang.

Darüber hinaus sollen die Beete auf den Plätzen, die als „grüne Intarsien“ bezeichnet werden, mit weiteren Großsträuchern wie zum Beispiel Pagoden-Hartriegel oder Kupfer-Felsenbirne bepflanzt werden.

Nach Angaben von Holger Lange ist auch bei der Pflasterung „die Richtung klar“. Demnach bleibt es dabei, dass drei verschiedene „warme Grautöne“ die Fußgängerzone prägen werden. Wie das genau aussehen wird, soll eine Bemusterung zeigen.

Um die Planungen weiterzuführen, wurde aktuell die Leistungsstufe zwei des Ingenieurvertrages beauftragt. In dieser Leistungsstufe, der Ausführungsplanung, werden die Planungsinhalte bis hin zur Ausführungsreife bearbeitet. Dies geschieht für den gesamten Planungsbereich vom Wapakonetaplatz bis zum Bodelschwingh-platz. Nach der Ausarbeitung der Ausführungsplanung soll in einem nächsten Schritt die erste Ausschreibung von Bauleistung für den Teilbereich Bahnhofstraße/Wapakonetaplatz vorbereitet werden.

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