Wagen wechselt von der Feuerwehr zum Ordnungsamt
Kein Schnäppchen, aber günstig

Lengerich -

Kaum vorstellbar, aber das ausrangierte Einsatzauto des Feuerwehrleiters ist zum ersten Dienstwagen für den Fachdienst Ordnung und Sicherheit in der Stadtverwaltung geworden.

Mittwoch, 13.05.2020, 15:10 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 17:42 Uhr
Mit einer blauen Folie samt Aufschrift „Ordnungsamt“ ist der fast 17 Jahre alte VW Passat versehen worden.
Mit einer blauen Folie samt Aufschrift „Ordnungsamt“ ist der fast 17 Jahre alte VW Passat versehen worden. Foto: Michael Baar

Die blauen Folien wirken sehr frisch auf dem roten Autolack. Die weiße Schrift – „ Ordnungsamt “ – springt dem Betrachter geradezu ins Auge. Und doch geht etwas Vertrautes von dem Passat Kombi aus.

Zu Recht, denn das Fahrzeug, das unübersehbar zum Ordnungsamt gehört, hat knapp 17 Jahre dem Leiter der Feuer- und Rettungswache gute Dienste geleistet. „Es war das alte Einsatzfahrzeug des Feuerwehrleiters“, bestätigt Martin Pogrifke gegenüber den Westfälischen Nachrichten am Telefon. Seit Mitte März nutzt das Ordnungsamt den Wagen, die Feuerwehr hat ein neues Auto bekommen.

„Es ist der erste Dienstwagen fürs Ordnungsamt“, sagt der Fachdienstleiter. Vorher hätten die Mitarbeiter immer private Fahrzeuge genutzt. Mit Blick darauf, dass Hartwig Hübner, Leiter der Feuer- und Rettungswache sowie Feuerwehrleiter, Ende März in den Ruhestand gegangen ist, hätte sich das Auto geradezu aufgedrängt.

Meint Martin Pogrifke und verweist auf das Baujahr 2003. Die nächste Zahl, die er nennt, macht begreiflich, warum die Übernahme des Wagens für den Fachdienst ein gutes Geschäft gewesen ist: Der Passat hat noch keine 100 000 Kilometer auf der Karosserie. Von einem Schnäppchen will der Fachdienstleiter nicht sprechen, aber günstig sei das Auto gewesen, räumt er auf Nachfrage ein.

Dem Ordnungsamt hat der rote Passat seit der Übernahme gute Dienste geleistet. „Wir zeigen Präsenz, dafür ist er gut geeignet“, findet Martin Pogrifke. Zumal just zum Zeitpunkt der Übernahme die Corona-Pandemie enorm an Fahrt aufgenommen hat. Von „sehr viel Verständnis“ bei den Leuten berichtet er mit Blick auf die Aufgaben des Fachdienstes. Der hat ein wachsames Auge darauf, dass die Hygieneregeln und andere Vorgaben eingehalten werden. „Über 90 Prozent der Angesprochenen sehen es ein“, freut sich Martin Po­grifke.

Und die anderen? Bis Ende April, so schätzt er, habe es vielleicht zwei Handvoll Bußgeldverfahren in Lengerich wegen Corona-Verstößen gegeben.

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