Ob Sport, Warenabholung, Lebensmittelverzehr oder Zusammenkünfte:
Verstöße gegen den Infektionsschutz gehen ins Geld

Lengerich -

Wer gegen die Vorgaben der Coronaschutzverordnung verstößt, kann zur Kasse gebeten werden. Auch ohne vorherige Aufforderung, den Verstoß zu beenden. Das gilt für viele Lebensbereiche.

Donnerstag, 21.05.2020, 15:34 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 17:16 Uhr
Ebenso selbstverständlich wie die Desinfektion der Hände sollte das Beachten der Verhaltensregeln nach der Coronaschutzvorgabe sein.
Ebenso selbstverständlich wie die Desinfektion der Hände sollte das Beachten der Verhaltensregeln nach der Coronaschutzvorgabe sein. Foto: Fabian Strauch

Gut vier Seiten umfasst die Auflistung möglicher Verstöße gegen die Hygieneregeln. Die genaue Formulierung lautet „Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO)“ auf der Internetseite der Stadt. Ob vorsätzlich oder fahrlässig gegen Ge- oder Verbote verstoßen wird – einer vorangehenden Anordnung, den Verstoß zu beenden, bedarf es nicht. Einige Beispiele, welche Bußgelder bei Verstößen drohen:

  • Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung: der Veranstalter wird mit 1000 Euro zur Kasse gebeten, jeder Teilnehmer zahlt 400 Euro.
  • Durchführung von Sportbetrieb: Organisator/Geschäftsführung zahlt 1000 Euro.
  • Teilnahme an unzulässigem Sportbetrieb: jeder Teilnehmer zahlt 250 Euro.
  • Verstoß gegen den Grundsatz der kontaktlosen Abholung bestellter Waren: Betriebsinhaber/Geschäftsführung zahlt 500 bis 1000 Euro je nach Geschäftsgröße.
  • Verzehr von Lebensmitteln im Umkreis von 25 Metern um diejenige Verkaufsstelle, in der die Lebensmittel erworben wurden: jeder Kunde zahlt 200 Euro.
  • Durchführung von Zusammenkünften in Vereinen, Freizeiteinrichtungen usw.: Organisator/Geschäftsführung zahlt 1000 Euro.
  • Grillen auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Anlagen: jeder Beteiligte zahlt 250 Euro.
  • Zusammenkünfte oder Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen, die nicht unter die normierten Ausnahmetatbestände fallen: jeder Beteiligte zahlt 200 Euro.
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