Statistiker legen Zahlen zur Einbürgerung vor
Mehr Menschen wollen Deutsche werden

Lengerich/Ladbergen/Lienen/Tecklenburg -

Gegenüber den Jahren zu Beginn des neuen Jahrtausends sind die Zahlen der eingebürgerten Menschen in Lengerich, Ladbergen, Lienen und Tecklenburg deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zu 2018 gab es aber einen Anstieg der Anträge im vergangenen Jahr.

Freitag, 22.05.2020, 06:11 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 17:16 Uhr
Eine Frau füllt eine Anmeldung für einen Einbürgerungstest aus.
Eine Frau füllt eine Anmeldung für einen Einbürgerungstest aus. Foto: Joerg Sarbach

Ist die deutsche Staatsangehörigkeit attraktiver geworden? Die Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW lassen das vermuten. In zwei Drittel der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Einbürgerungen im Jahr 2019 gegenüber dem Jahr zuvor gestiegen. Lengerich, Ladbergen, Lienen und Tecklenburg machen da keine Ausnahme. Das geht aus dem am Mittwoch vorgelegten Bericht der Behörde hervor.

30 Personen haben im vergangenen Jahr in Lengerich die Einbürgerung beantragt und die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Gegenüber 2018 ist das ein Plus von 25 Prozent. Was in der Summe sechs Personen mehr ausmacht. Im Vergleich zum Jahr 2000 hat sich die Zahl der Eingebürgerten in der Stadt mit Weitblick mehr als halbiert. Damals wurden 73 Anträge gestellt und genehmigt, im Jahr 2001 erhielten sogar 93 Mitbürger die deutsche Staatsbürgerschaft. Seitdem ist die Zahl der Antragsteller kontinuierlich – mit leichten Schwankungen – gesunken.

In Lienen haben die Statistiker im vergangenen Jahr ebenfalls einen Zuwachs um 25 Prozent bei den Einbürgerungen registriert. Allerdings sind es nur fünf Personen gewesen, die die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben. Höchstzahl an Einbürgerungen seit dem Jahr 2000 ist im Erholungsort vor sechs Jahren registriert worden. Damals wurden acht entsprechende Anträge gestellt und positiv beschieden.

In Ladbergen bewegen sich die Zahlen der Einbürgerungen auf ähnlich niedrigem Niveau. Drei Personen haben im vergangenen Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen, eine mehr als im Jahr 2018. Die meisten derartigen Anträge wurden in der Gemeinde im Jahr 2000 gestellt. Damals haben die Statistiker 13 Einbürgerungen zur Kenntnis genommen. Zweistellige Werte wurden danach nur noch in den Jahren 2007 und 2008 registriert.

Anders die Entwicklung in Tecklenburg. Zehn Einbürgerungen sind in der Festspielstadt im vergangenen Jahr vollzogen worden. Die höchste Zahl seit den elf Einbürgerungen im Jahr 2000. Gleich in drei Jahren – 2008, 2011 und 2012 – wurden überhaupt keine entsprechenden Anträge in Tecklenburg gestellt. Das war sonst nur in Lienen im Jahr 2008 der Fall.

Insgesamt sind im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr 393 Personen eingebürgert worden. Das sind 61 Menschen mehr als im Jahr 2018.

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