Seit 80 Jahren bildet Dyckerhoff in Lengerich Lehrlinge aus
Das Rüstzeug fürs Arbeitsleben

Lengerich -

Gut 700 Auszubildende haben bei der Firma Dyckerhoff in den vergangenen 80 Jahren das berufliche Rüstzeug fürs Arbeitsleben erhalten. Günter Scherer leitet seit 28 Jahren die Ausbildungswerkstatt. In Kürze wird er in den Ruhestand verabschiedet.

Donnerstag, 28.05.2020, 16:13 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 16:20 Uhr
Der Leiter der Ausbildungswerkstatt, Günter Scherer (rechts), und sein Nachfolger Andreas Bredenstein sowie Reiner Stieneker (links), Ausbilder der Elektroniker, in der Dyckerhoff-Lehrwerkstatt.
Der Leiter der Ausbildungswerkstatt, Günter Scherer (rechts), und sein Nachfolger Andreas Bredenstein sowie Reiner Stieneker (links), Ausbilder der Elektroniker, in der Dyckerhoff-Lehrwerkstatt. Foto: Dyckerhoff

Seit 80 Jahren bildet das Unternehmen Dyckerhoff in Lengerich junge Menschen aus. Groß gefeiert wird das Jubiläum wegen der Corona-Krise allerdings nicht. Dennoch ein Grund, einmal in die Vergangenheit zu schauen und auch einen Ausblick in die Zukunft der Ausbildung vor Ort zu geben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Rund 700 junge Leute erlernten in den vergangenen acht Jahrzehnten im Zementwerk ihren Beruf. Zurzeit werden am Standort 23 Auszubildende in fünf verschiedenen Berufen ausgebildet. „Wir benötigen qualifizierte Fachkräfte, um unsere Produktion mit den permanent hohen Anforderungen an unser Produkt und den Umweltschutz am Laufen zu halten“, sagt Werkleiter Franz-Josef Barton. „Dafür ist die Ausbildung im eigenen Betrieb immer noch der beste Weg.“

Die jungen Menschen lernen den Zementwerksbetrieb von Anfang an kennen und werden so nicht nur zu Spezialisten in ihrem jeweiligen Fachgebiet, sondern auch Teil des Dyckerhoff-Teams. Neben den Berufen Elektroniker, Industriemechaniker, Industriekaufleute und Chemielaborant kann der Beruf des Verfahrensmechanikers erlernt werden. Seit mehreren Jahren werde in diesem besonderen Beruf, der Tätigkeiten aus der Verfahrenstechnik, der Elektrotechnik und der Mechanik vereint, am Standort ausgebildet. Aktuell gebe es eine hohe Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich.

Die hauseigene Lehrwerkstatt mit zwei hauptamtlichen Ausbildern – Günter Scherer und Reiner Stieneker – ermöglicht es den jungen Menschen nach Angaben der Firma, unter besten Bedingungen ihren Beruf in Theorie und mit einem großen Praxisanteil zu erlernen. Die Ausbilder ständen mit hoher Fachkompetenz und Motivation nicht nur für die eigenen Auszubildenden zur Verfügung. Auch andere Firmen nutzten das Knowhow der Lehrwerkstatt für die Prüfungsvorbereitung der eigenen Lehrlinge.

Nach 28 Jahren als Leiter der Lehrwerkstatt und Ausbilder Industriemechaniker sowie seiner langjährigen Tätigkeit im Prüfungsausschuss der IHK Nord Westfalen verabschiedet sich Günter Scherer in diesem Jahr in den Ruhestand und gibt seine Aufgaben an seinen Nachfolger Andreas Bredenstein weiter. Für einen reibungslosen Übergang sind seit Januar alle drei Ausbilder gemeinsam in der Lehrwerkstatt tätig.

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